„Ostern ist mehr als bunte Eier“

Die Mädchen und Jungen der Sankt-Bonifatius-Kindertagesstätte (von links: Marie, Frederik Vinzenz, Helene und Leyla) durch Erzieher Johannes Chranowski die Stationen des Kreuzweges Christi kennen.
Die Mädchen und Jungen der Sankt-Bonifatius-Kindertagesstätte (von links: Marie, Frederik Vinzenz, Helene und Leyla) durch Erzieher Johannes Chranowski die Stationen des Kreuzweges Christi kennen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Eine Krippe zu Weihnachten, mit der die Geburt von Jesus Christus dargestellt wird, kennt (fast) jeder. Die oftmals handgeschnitzten Wunderwerke stehen in Kindergärten, Schulen, Gemeindehäusern, Kirchen oder auch in öffentlich zugänglichen Gebäuden und weisen auf die Geburt in Bethlehem hin.

Eher unbekannt ist ein Ostergarten, mit dem die Ostergeschichte und somit der Kreuzweg Jesu Christi zu greifen und auch zu begreifen ist. Ein solcher Ostergarten mit Holzfiguren steht seit einigen Jahren alljährlich vor dem Osterfest im Sankt-Bonifatius-Kindergarten. Frei zugänglich für die 65 Mädchen und Jungen, aber auch für deren Geschwister oder deren Eltern.

Wichtige Szenen nachstellen

In diesem Ostergarten können die bedeutsamen Szenen des letzten Weges Christi nachgestellt und mit den Kindern auch nachgespielt werden. Vom Einzug in Jerusalem bis zur Kreuzigung und zur Auferstehung. „Ziel ist es, den Kindern die christliche Bedeutung des Osterfestes näherzubringen, ihnen bewusst zu machen, dass Ostern mehr ist, als bunte Eier zu suchen oder kleine Geschenke auszupacken“, berichten die Erzieherinnen und Erzieher von der Motivation, ihre pädagogische Arbeit mit dem Ostergarten zu ergänzen. Dadurch lernen die Mädchen und Jungen behutsam die letzten Tage im Leben von Jesus Christus kennen. So auch das letzte Abendmahl mit den Jüngern oder die Kreuzigung. Diese verschiedenen Ereignisse können mit den Holzfiguren spielerisch nachempfunden werden. Bereichert durch die Erzählungen der Erzieher.

Eine besondere Bedeutung besitzt der Tag der Auferstehung, wenn das Grab in der Höhle, in die Jesus Christus nach seinem Tod gelegt wurde, leer ist. Jesus ist auferstanden von den Toten. „Mit diesem positiven Ereignis, das wir den Kindern Gründonnerstag vermitteln, gehen sie nach Hause, um in ihren Familien Ostern zu feiern“, so die Erzieher.