Offene Fragen im Fall Marco Reus

Dortmund..  Der Fall Marco Reus beschäftigt noch einmal die Staatsanwaltschaft in Dortmund. Im Dezember war der BVB-Spieler zu einer Geldstrafe von 540 000 Euro wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. Nun hat das NRW-Justizministerium die Staatsanwaltschaft angewiesen, offen gebliebene Fragen zu beantworten.

Gestellt hat diese Fragen der Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach. Er wolle damit aus der Welt räumen, dass es für Marco Reus einen Promi-Bonus gegeben habe.

Ungereimtheiten

Am Mittwoch hat Biesenbach bei einer Plenarsitzung in Düsseldorf sein Schreiben an NRW-Justizminister Thomas Kutschaty übergeben. Dieser wies die Staatsanwaltschaft Dortmund an, Biesenbachs Fragen zu klären. In seinem Brief formuliert Peter Biesenbach Fragen zu „Ungereimtheiten im Fall Marco Reus“. Der CDU-Politiker möchte wissen, warum die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Urkundenfälschung nicht zur Anklage gebracht hat.

Der BVB-Star soll mit einem gefälschten holländischen Führerschein unterwegs gewesen sein. Reus war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu 90 Tagessätzen à 6000 Euro verurteilt worden. Die Höhe der Tagessätze ergibt sich aus seinem Einkommen. Biesenbach möchte wissen, ob in den Ermittlungen zur Einkommenshöhe auch Reus’ Einkünfte aus der Nationalelf und aus Werbeverträgen berücksichtigt worden sind. Geahndet wurden sechs Fälle. Dabei saß Reus fünf Jahre ohne Führerschein hinter dem Steuer. Noch liegt das Schreiben der Staatsanwaltschaft nicht vor. Beim Justizministerium rechnet man in zwei bis drei Wochen mit Antworten. Ob der Fall neu aufgerollt wird, sei jetzt noch nicht klar.