Oberbürgermeister befürwortet die „Hundeknochen-Pläne“

Oberbürgermeister Erik O. Schulz war zu Gast beim politischen Grünkohl-Essen der CDU Hohenlimburg
Oberbürgermeister Erik O. Schulz war zu Gast beim politischen Grünkohl-Essen der CDU Hohenlimburg
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg..  Der Mann ist mittlerweile eine Art Stammgast an der Lenne. „Es gibt keinen Stadtteil, in dem ich seit meinem Amtsantritt so oft war wie in Hohenlimburg“, begrüßte Erik O. Schulz am Freitagabend die Gäste im Restaurant „Der Bentheimer“. Der Oberbürgermeister war der Einladung der Hohenlimburger CDU gefolgt, um politisch Tacheles zu reden, ehe es Deftiges in Form von Grünkohl mit Mettwurst auf den Teller gab.

Den 70 Besuchern, zu denen lokale Prominenz wie Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss, dessen Vorgänger Hermann Hulvershorn, die Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf oder der Heimatvereinvorsitzende Widbert Felka zählten, berichtete der OB in gewohnt lockerer Art zunächst von seinem alles andere als erholsamen Berufsalltag. Viele gute Kontakte zu Bürgern gehörten ebenso dazu wie zahlreiche Gespräche mit Politik, Verwaltung oder den Tochterunternehmen der Stadt – allein mit dem Energieverbund Enervie habe es rund 55 Termine gegeben. Und auch zu den leidigen Themen Finanzen und Sparzwang bezog Schulz Stellung: „Es gibt mehr Städte, die an ihren Schulden kaputt gegangen sind, als am Sparen.“

Im Mittelpunkt der Klartext-Veranstaltung standen jedoch Hohenlimburger Inhalte. Dietmar Mevissen brachte als Vorsitzender der Werbegemeinschaft den Wunsch der Einzelhändler auf den Punkt: „Wir sind inzwischen der Meinung, dass es besser wäre, wenn Autos durch die Innenstadt führen.“ Der Oberbürgermeister sieht das Problem der City indes weniger in fehlenden Parkplätzen: „Davon gibt es in Hohenlimburg genug.“ Vielmehr gebe es strukturelle Schwierigkeiten – unter anderem aufgrund der beiden Zentren Elsey und Innenstadt. Positiv beurteilte Schulz die „Hundeknochen-Pläne“, wonach weiterer Einzelhandel in einem Rathaustrakt angesiedelt und der Innenstadt so zu zwei starken Enden verholfen werden soll. Der Umgestaltung des Brucker Platzes in Parkraum sieht der OB ebenfalls optimistisch entgegen: „Das müsste machbar sein.“

Auch Erich Berlets Vorhaben, im Langenkamp Wohnbebauung anzusiedeln, befürwortet Schulz: „Ein spannender Vorschlag. Es wäre eine mittlere Katastrophe gewesen, hätte man die Innenstadt weiter zersiedelt.“ Zudem stellte er eine rasche Lösung des Kreisel-Problems am Rewe/Aldi-Komplex in Aussicht: „Kommt!“

Nachdem weitere Themen wie die Amprion-Trasse oder die geplanten Windräder abgefrühstückt waren, wurde der Grünkohl kredenzt. Ein Gericht, so bodenständig wie der Oberbürgermeister.