Das aktuelle Wetter Hagen 19°C
Extraschicht in Hagen

Nostalgischer Rummelplatz schafft Tivoli-Flair

31.05.2012 | 08:06 Uhr
Nostalgischer Rummelplatz schafft Tivoli-Flair
Das Theater an der Volme auf dem Elbersgelände macht am 30. Juni „Extraschicht“.Foto: WR

Hagen.   Die Nacht der Industriekultur verwandelt Elbers zum nostalgischen Rummelplatz.

Historische Industriemauern, alter Baumbestand, einbrechende Dunkelheit, schummrige Beleuchtung - atmosphärisch soll’s werden. Und tausende Besucher aus Nah und Fern faszinieren. Die Rede ist von „Extraschicht “ am Samstag, 30. Juni. Hagen beteiligt sich in diesem Jahr mit nur einem Veranstaltungsort (im Vergleich: Dortmund ist mit acht Veranstaltungsstätten vertreten ) an der „Nacht der Indus­triekultur“. „Doch unser Spielort hat es in sich“, verspricht Sigrun Pollit vom Kulturbüro, das in Kooperation mit den Elbershallen und der Hagen-Agentur die Groß-Veranstaltung stemmt.

Sechs lebendig-bunte Stunden

„Tivoli auf Elbers“ sind die sechs lebendig-bunten Stunden betitelt. Heißt: Das Areal der ehemaligen Stoffdruckerei Elbers verwandelt sich in einen nostalgischen Rummelplatz mit Drehorgelspielern, einem Moritatensänger, Feuerschluckern und Stelzenläufern. „Um das Tivoli-Flair zu unterstreichen, haben wir zwar kein Kamel, aber immerhin ein Dromedar gebucht“, schmunzelt Sigrun Pollit.

Die Geschichte der Fabrik und ihrer Arbeiter wird in stündlichen Führungen erläutert, mit Sprachwitz und verbaler Schlagfertigkeit nimmt das Improtheater Kulturbeutel die Besucher mit auf Tour übers Freigelände.

Kurzweil im Theater an der Volme

„Wir beteiligen uns mit Liedern und Gedichten aus unserem 20erund 30er-Jahre-Programm ,Cabaret Größenwahn’ an der Nacht“, erläutert Indra Janorschke vom Theater an der Volme . Im Klartext: Zwei 20-minütige Einlagen (19.40 bis 20 Uhr und 20.30 bis 20.50 Uhr) unterhalten die Gäste launig-kurzweilig. Schließlich lautet die Philosophie von Extraschicht „Mobilität“ und „kurze Verweildauer“.

Allerdings, räumt Arne van den Brink (Ruhr Tourismus GmbH) ein, nehme die Stadt Hagen aufgrund ihrer Randlage im Ruhrgebiet eine Sonderstellung ein, „in Hagen ist der Austausch nicht so rege“. Die Erfahrung zeige, dass viele Hagener nur „auf Schicht in ihrer Stadt“ gehen. Elbers wird’s freuen . . .

Yvonne Hinz


Kommentare
Aus dem Ressort
Freche Schulkomödie unter freiem Himmel
Kultur
„Open-Air-Kino im Hamecke-Park“ heißt es Mitte August. Der Eintritt ist an beiden Abenden frei.
Bamberger Bau ist insolvent – 109 Mitarbeiter betroffen
Wirtschaft
Das größte Hagener Bauunternehmen steckt in Schwierigkeiten: Die Bamberger-Bau GmbH hat Insolvenz angemeldet. 109 Beschäftigte sind von dem Schritt betroffen, sie warten teilweise schon drei Monate auf ihren Lohn.
Mit neuer Turbine wird in Hagen aus Müll auch Strom gemacht
Müllverbrennungsanlage
Allmählich rechnet sich die Zehn-Millionen-Euro-Turbine der Müllverbrennungsanlage Hagen. Sie vernichtet Abfälle, versorgt Teile der Stadt mit Fernwärme und produziert inzwischen sogar noch 17 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit trägt der Entsorgungsbetrieb auch zum Ressourcenschutz bei.
Hagener schreibt Buch über die Geschichte der Auswanderer
Spätaussiedler
Er ist vor 21 Jahren als Spätaussiedler aus Russland nach Hagen-Helfe gekommen. Jetzt hat Erwin Hoffmann die Geschichte seiner Familie und die anderer Auswanderer in einem Buch beleuchtet. Der Titel: „Wanderer – Auf der Suche nach dem gelobten Land“.
Neue Industrie-Gründer in Südwestfalen sind rar
Existenzgründungen
In Südwestfalen kommen zwar weniger Interessenten zur Existenzgründungsberatung, diese sind aber besser qualifiziert und vorbereitet
Fotos und Videos
Pkw prallte gegen Baum
Bildgalerie
Feuerwehr
Busbrand auf der A1 gelöscht
Bildgalerie
Feuerwehr