Nostalgischer Rummelplatz schafft Tivoli-Flair

Das Theater an der Volme auf dem Elbersgelände macht  am 30. Juni „Extraschicht“.
Das Theater an der Volme auf dem Elbersgelände macht am 30. Juni „Extraschicht“.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Die Nacht der Industriekultur verwandelt Elbers zum nostalgischen Rummelplatz.

Hagen.. Historische Industriemauern, alter Baumbestand, einbrechende Dunkelheit, schummrige Beleuchtung - atmosphärisch soll’s werden. Und tausende Besucher aus Nah und Fern faszinieren. Die Rede ist von „Extraschicht“ am Samstag, 30. Juni. Hagen beteiligt sich in diesem Jahr mit nur einem Veranstaltungsort (im Vergleich: Dortmund ist mit acht Veranstaltungsstätten vertreten) an der „Nacht der Indus­triekultur“. „Doch unser Spielort hat es in sich“, verspricht Sigrun Pollit vom Kulturbüro, das in Kooperation mit den Elbershallen und der Hagen-Agentur die Groß-Veranstaltung stemmt.

Sechs lebendig-bunte Stunden

„Tivoli auf Elbers“ sind die sechs lebendig-bunten Stunden betitelt. Heißt: Das Areal der ehemaligen Stoffdruckerei Elbers verwandelt sich in einen nostalgischen Rummelplatz mit Drehorgelspielern, einem Moritatensänger, Feuerschluckern und Stelzenläufern. „Um das Tivoli-Flair zu unterstreichen, haben wir zwar kein Kamel, aber immerhin ein Dromedar gebucht“, schmunzelt Sigrun Pollit.

Die Geschichte der Fabrik und ihrer Arbeiter wird in stündlichen Führungen erläutert, mit Sprachwitz und verbaler Schlagfertigkeit nimmt das Improtheater Kulturbeutel die Besucher mit auf Tour übers Freigelände.

Kurzweil im Theater an der Volme

„Wir beteiligen uns mit Liedern und Gedichten aus unserem 20erund 30er-Jahre-Programm ,Cabaret Größenwahn’ an der Nacht“, erläutert Indra Janorschke vom Theater an der Volme. Im Klartext: Zwei 20-minütige Einlagen (19.40 bis 20 Uhr und 20.30 bis 20.50 Uhr) unterhalten die Gäste launig-kurzweilig. Schließlich lautet die Philosophie von Extraschicht „Mobilität“ und „kurze Verweildauer“.

Allerdings, räumt Arne van den Brink (Ruhr Tourismus GmbH) ein, nehme die Stadt Hagen aufgrund ihrer Randlage im Ruhrgebiet eine Sonderstellung ein, „in Hagen ist der Austausch nicht so rege“. Die Erfahrung zeige, dass viele Hagener nur „auf Schicht in ihrer Stadt“ gehen. Elbers wird’s freuen . . .