Noch kein neuer Pastor in Sicht
06.05.2010 | 04:00 Uhr 2010-05-06T04:00:00+0200Haspe. Die Ära des Pastors Werner König in der St. Bonifatius-Gemeinde ist seit 30. April Geschichte. Eine neue ist allerdings noch nicht eingeleitet. Sprich: Das Dekanat ist bistumsweit noch immer auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.
„Noch ist völlig offen, wann wir die vakante Stelle besetzen können und wer der neue Pfarrer sein wird”, sagt Dekanatsreferent Raphael Gehrmann. Bis der neue Mann gefunden ist, übernimmt Dechant Dieter Osthus die Pfarradministration in der St. Bonifatius-Gemeinde.
Eigentlich war der Nachfolger für Pastor Werner König bereits gefunden. Dieser jedoch wurde noch bevor er seinen Dienst im Pastoralverbund West angetreten hatte von seinen Aufgaben enthoben. Es war bekannt geworden, dass er Liebesdienste auf einem Internetportal für Homosexuelle angeboten hatte (wir berichteten). Er sollte seinen Dienst im Juni aufnehmen, durch die Situation ist nun neuer Zeitdruck entstanden.
Bei den Gottesdiensten gilt nun zur Überbrückung der Notplan, der auch in Ferien angewendet wird. Das heißt, dass pro Gemeinde nur noch eine Messe an den Wochenenden gefeiert werden kann. Normalerweise sind es zwei. „In Rotation muss nun entweder auf die Vorabendmesse oder die sonntägliche Messe verzichtet werden”, erklärt Gemeindeassistentin Rita Dransfeld das Prozedere. Betroffen von dieser Rotation sind St. Conrad in Westerbauer, St. Bonifatius in Haspe, St. Michael in Wehringhausen, Maria Hilfe der Christen am Kuhlerkamp und St. Lioba am Spielbrink. Dort teilen sich die Pastoren Knust und Johanning die Gottesdienste. Zudem hilft aktuell der pensionierte Pastor Reich aus. „Wenn es darüber hinaus dennoch eng wird, müssen wir auf die Hilfe aus anderen Pastoralverbünden hoffen”, so Dransfeld. Die Gemeindearbeit läuft unterdessen weiter. „Die Gruppen müssen nun eigenständig agieren, können aber auf die Unterstützung der verbliebenen Hauptamtlichen bauen”, verspricht Dransfeld. „Und dass nach der Pensionierung von Pastor König nicht alles normal weiter laufen würde, das ist doch normal.”
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