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Bahnhofshinterfahrung

Noch ein Jahr Bauverzögerung

30.11.2009 | 17:41 Uhr
Noch ein Jahr Bauverzögerung

Hagen. Der Spatenstich für die Hagener Bahnhofshinterfahrung dürfte sich um weitere zwölf Monate bis ins Jahr 2011 hinauszögern.

Ursprünglich sollte mit dem Bau der Bahnhofshinterfahrung zu Beginn des Jahres 2010 gestartet werden. Doch durch die jetzt endgültig festgezurrten Rahmenbedingungen, die Oberbürgermeister Jörg Dehm und Baudezernent Thomas Grothe am Dienstag bei ihrer Arnsberg-Visite von der Bezirksregierung in ihr Hausaufgabenheft diktiert bekamen, dürfte der erste Bagger erst 2011 rollen.

Regierungsvizepräsidentin Karola Geiß-Netthöfel machte in dem Gespräch ausdrücklich deutlich, dass das Land nur eine „Gesamtmaßnahme” fördern werde und deshalb erst dann ein Förderbescheid an die Stadt Hagen ausgehändigt werden könne, wenn für die gesamte Bahnhofshinterfahrung Bewilligungsreife gegeben sei. Dieser Status ist bislang jedoch lediglich für den ersten Bauabschnitt zwischen der Wehringhauser und der Weidestraße erreicht.

Start im Frühsommer 2011

Parkplatz vorm ehemaligen Verwaltungsgebäude, Stichwort: Bahnhofshinterfahrung. WP-Foto: Sandra Krosa

Der zweite Bauabschnitt, der zwischen der Weide- und Eckeseyer Straße realisiert werden soll, muss noch entsprechend vorbereitet werden. „In den vergangenen vier Jahren haben wir anders - nämlich in Bauabschnitten - diskutiert”, begründet Grothe, dass der Förderantrag für den zweiten Bauabschnitt und somit für eine Gesamtmaßnahme voraussichtlich erst im Frühsommer nächsten Jahres vorliegen werde. „Im günstigsten Fall verlieren wir angesichts der Genehmigungsfristen etwa ein Jahr.”

Bislang sah die Terminplanung vor, dass der erste Teil der Bahnhofshinterfahrung ab 2010 über drei Jahre entsteht. Für den zweiten Teil waren acht Jahre Bauzeit vorgesehen, um die Eigenanteilbelastung für die Stadt auf 2,5 bis 3,5 Millionen Euro pro Jahr zu limitieren. Hier war eine Fertigstellung bis 2019 angedacht.

Dehm will Garantie aus Düsseldorf

Offenbar hegt die Bezirksregierung aber weiterhin Zweifel, ob die Stadt nach dem Bau des ersten Bauabschnittes auch tatsächlich den zweiten, deutlich längeren Teil des 60-Millionen-Euro-Projektes mit dem gleichen Elan angeht. Grothe verweist in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass die Stadt gerade für vier Millionen Euro eine alternative Bahngleisanbindung schaffe, um über das erforderliche Gleis einer Spedition verfügen zu können: „Das müsste doch eigentlich ausreichen, um unsere Ernsthaftigkeit zu dokumentieren.”

Oberbürgermeister Jörg Dehm möchte gemeinsam mit Regierungspräsident Helmut Diegel auch noch einmal in Düsseldorf bei Bau- und Verkehrsminister Lutz Lienenkämper vorsprechen, um sich von der Landesregierung eine verbindliche Finanzierungsgarantie für das Projekt zu holen. Zunächst einmal sind jetzt die Mittel für die weitere Planung sowie den erforderlichen Grunderwerb sicher.

RP will Hotspots entschärfen

Für die Arnsberger Bezirksregierung ist die Realisierung der Bahnhofshinterfahrung elementarer Baustein der Luftreinhalteplanung in Hagen. Vor allem die Hotspots am Bahnhof sowie am Bodelschwinghplatz sollen mit dem Straßenbauprojekt entschärft werden. Daher hatte RP Diegel bislang der Stadt auch immer signalisiert, die Investition - trotz der Finanznot - genehmigen zu wollen.

Martin Weiske

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Kommentare
21.11.2009
23:23
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von ex-altenhagener | #23

@19 & @ 21

war am Freitag mal kurz in Hagen...
hat sich nicht viel verändert...
Viele Läden haben andere Namen, neue Besitzer oder sind neuerdings leer....
Wie immer eigentlich.....

Grüße von der Gersprenz.

21.11.2009
08:57
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von Schraeve | #22

gerade diese Spedition ist doch mitverantwortich für die hohe Feinstaubbelastung in Hagen da sie mit ihren Fahrzeugen quer durch das Stadtgebiet fährt anstatt die Autobahnen zu nutzen

20.11.2009
18:50
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von rengeiz | #21

Die Münchner haben schon gewusst warum sie den Herrn Grothe NICHT haben wollten!

Mathias Ziegner

Gruss vom Main an die Volme

20.11.2009
10:25
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von hagfri | #20

#Notes Aber lieber wird für 4 Millionen EURO eine alternative Gleisanbindung für eine störrische Spedition gebaut

Recht hat die Spedition. sie braucht den Gleisanschluß. Sonst muss sie sich aus Hagen verabschieden. Noch schlimmer, habe es schonmal geschrieben. Für wenige 100m wird eine Schwerlaststrecke nach Köln durch die Strasse platt gemacht. Die Experten hier, schreien LKw-Fracht auf die Schiene. Genau das Gegenteil bewirkt die neue Strasse. Hagen wird für Industrie wegen mangelnder Verkehrsverhältnisse immer unatraktiver. Das ist Fakt. Die neue Trasse ist ein weiterer Baustein. ? Schonmal gelesen wie LKw von Haspe nach Eilpe fahren sollen? Mal nachdenken welcher Unternehmer das wirtschaftlich mitmachen kann? Siegen macht es uns vor mit der Hüttentalstr.. Die Bürger wollen jetzt noch eine Verlängerung. Nicht so ein Torso wie in Hagen der nichts bringt.

20.11.2009
03:56
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von Alter Hagener | #19

Bin ich froh nicht mehr in Hagen dabei zu sein,.,..

20.11.2009
03:43
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von Notes | #18

Die Idee von notebene hat etwas.

Das habe ich der alten Politik schon mehrmals berichtet.

Die Häuser in Fahrtrichtung Hagen von Haspe kommend sind so etwas von vergammelt, das ein Abriss das beste für diese Wohnlage ist.

Dann hat man eine schöne breite Wehringhauserstr. und kann sogar noch einen Park-Streifen intrigieren.

Der Bodelschingplatz würde dafür erweitert, als Autofreie Zone erklärt und man hätte endlich ein Platz, an den sich die Bürger und Anwohner erfreuen könnten.

Aber lieber wird für 4 Millionen EURO eine alternative Gleisanbindung für eine störrische Spedition gebaut.
Angeleiert warscheinlich von diesem Super Bauderzernent.

Hagen hat es ja!

Liebe umliegende Gemeinden:

Bitte nicht nachmachen!

Ihr seid nicht in Schilda, sondern in Hagen/Westfalen.

19.11.2009
23:07
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von rg | #17

Klasse Ideen von notebene (#10)!

Sinnvolles Ergebnis,und sicher viel billiger und schneller zu erreichen als die Grothe-Hinterfahrung.
Vielleicht gibt´s auch noch zusätzliche Fördermittel wg. Stadtumbau?

Bei dem derzeit geplanten Projekt wird vermutlich bis zur Fertigstellung eher das Benzin ausgehen, oder aber preislich derart gestiegen sein, dass ohnehin der Verkehr (zumindest mit Verbrenner-Fahrzeugen) drastisch zurückgehen dürfte.
Die demographische Entwicklung (allgemein und für Hagen insbesonders) wird auch noch dazu beitragen.

In 10 Jahren wird auch so der Anteil von alten Stinkern stark gesunken sein. Ich sehe also gute Chancen, dass sich bis dahin die Feinstaub-Problematik mehr oder weniger von alleine erledigt...

19.11.2009
21:58
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von schnaki | #16

Herr Dehm entlassen Sie den Herrn Grothe.Er hat ausser Verzögerungen bei Projekten mit seiner Beteiligung nichts gescheites zusammengebracht.Binden Sie bei der Planung solcher Projekte die betroffene Befölkerung mit ein.

19.11.2009
20:54
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von henne73 | #15

#10
Ein sehr guter Vorschlag! Ein Großteil der Wohnungen stehen leer und der Rest ist absolut verwarlost. Diese Miter könnten dann auf die andere Strassenseite ziehen, da ist der Leerstand nicht viel besser.
So könnte die Stadt viel Geld sparen. wenn drei Häuser scob für 15.000€ gekauft werden können.
Das Herr Grothe endlassen gehört ist wohl keine Frage!! Ich habe noch nie etwas gutes von ihm gehört. Aber, Herr Dehm möchte ja kein großes Stühlerücken, wie er in einem Interview gesagt hat. Warum man sollche Leute hält, ist für keinen normalen Angestellten, oder Arbeiter zu verstehen.

19.11.2009
18:30
Noch ein Jahr Bauverzögerung
von zaepfchen | #14

....und wenn dann endlich baubeginn sein soll, fällt der verwaltung ganz plätzlich noch ein, dass die baumaßnbahme vorher europaweit ausgeschrieben werden muss. verzögerung ein weiteres jahr. siehe ischelandhalle.

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