Neues Sicherheitskonzept zum Derby

Dortmund..  Beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 am 28. Februar will die Polizei weniger Personal einsetzen. Hintergrund: Das letzte Derby im März 2014 war friedlich verlaufen. Auch langfristig soll die Zahl der Einsatzkräfte reduziert werden.

Kein Kuschelkurs

Beim Bundesliga-Spitzenspiel im März 2014 waren 4000 Polizisten im Einsatz. Borussia Dortmund setzte zusätzlich 1000 Sicherheitskräfte ein. Dabei blieb alles friedlich. „Wir wollen die Zahl unserer Kräfte moderat herunterfahren und trotzdem aktionsfähig bleiben“, sagte der Leitende Polizeidirektor Dieter Keil. Auch bei weniger Personal bleibe die Sicherheit aller Fans das wichtigste Ziel.

Was hat zum Erfolg des Derbys im März 2014 geführt? Zuerst sind die Fans zu nennen: Sie konzentrierten sich auf das Fußballerlebnis und blieben friedlich. Das war im Jahr zuvor noch anders.

„Auch die Vereine und die Fan-Beauftragten haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das so funktioniert hat“, sagt der Leiter des Ständiges Stabs, Andreas Wien. Weitere Gründe waren das von der Stadt Dortmund ausgesprochene Glasverbot, veränderte Anreisewege für Schalke-Fans und vorbeugend wirkende Sanktionen gegen bereits bekannte Gewalttäter.

Aufenthaltsverbote gelten weiter

Einen Kuschelkurs wird die Polizei aber nicht fahren: Rund 100 Gewalttäter durften das Dortmunder Stadtgebiet beim Derby im März 2014 nicht betreten. Diese Aufenthaltsverbote wird es auch für den 28. Februar geben. Im Umgang mit Straftätern zeigt Dieter Keil klare Kante: „Die wollen wir erst gar nicht ins Stadion lassen.“ Fanmärsche wie zuletzt beim Spiel gegen Galatasaray Istanbul schließt er grundsätzlich aus.