Neues Feuerwehrgerätehaus entsteht ab 2011
18.08.2010 | 13:09 Uhr 2010-08-18T13:09:00+0200
Eckesey.Für die freiwilligen Einsatzkräfte aus Eckesey, Boelerheide und Altenhagen entsteht an der Eckeseyer Straße ein neues Gerätehaus. Die Grundsteinlegung ist für Anfang 2011 geplant, die Bauzeit für das 4,3 Millionen-Euro-Projekt dauert 18 Monate.
Zum Jahresbeginn 2011 soll der Grundstein für das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem städtischen Grundstück mit einer Fläche von 5500 Quadratmetern gelegt werden, die Bauzeit für das 4,3-Millionen-Euro-Projekt soll etwa 18 Monate betragen.
Die Notwendigkeit für diese Investition steht mit Blick auf die alte Eckeseyer Wache, ein idyllisch unter Kastanien in einem Hinterhof versteckter Backsteinbau aus dem Jahr 1870 (!), außer Zweifel. Als das moderne Rolltor sich sanft in die Höhe hebt, öffnet sich der Blick in Richtung Feuerwehr-Vergangenheit. So gerade passt das mächtige Löschgruppenfahrzeug in die Lkw-Halle. Der in eine Nische rangierte Mannschaftstransportwagen kann die Feuerwehrgarage nur verlassen, wenn das andere Vehikel zuvor Platz schafft. An ein gleichzeitiges Öffnen der Fahrzeugtüren ist angesichts der Enge ohnehin kaum zu denken. Auch einen Abgasabzug für die Dieseldämpfe sucht man vergeblich. Hagens Feuerwehrchef Horst Wisotzki (58) betont beim Blick in die angrenzenden Sozialräume, dass die dortigen Zustände im 21. Jahrhundert für eine Freiwillige Feuerwehr kaum noch zumutbar seien: „Es gibt hier keine Duschen, Frauen und Männer müssen sich in einem gemeinsamen Umkleideraum umziehen.“
Nach dem architektonischen Vorbild der Wachen in Haspe und Vorhalle
Diesen antiquiert anmutenden Rahmenbedingungen macht das neue Feuerwehrgerätehaus ein Ende. Nach dem architektonischen Vorbild der Wachen in Haspe und Vorhalle handelt es sich auch in Eckesey um eine Riegelkonstruktion mit Tonnendach.
In ähnlichem Stil entsteht in den nächsten Monaten auch das Feuerwehrgerätehaus in Dahl. „Weil wir immer mit dem gleichen architektonischen Entwurf arbeiten, entsteht nicht nur ein hoher Wiedererkennungseffekt, sondern wir senken auch die Planungskosten“, blickt der Leitende Branddirektor auf die Bauskizzen.
Der zweigeschossige Bau mit Zwischenebene wird 62,5 Meter lang, 14,5 Meter breit und 10,3 Meter hoch. Er bietet Platz für zehn Fahrzeuge – zwei für jede Löschgruppe sowie vier weitere für die ABC-Abwehr, die künftig federführend von den Freiwilligen aus Altenhagen übernommen wird. „Hinzu kommen noch drei Geräteräume – für jede Löschgruppe einen“, erläutert Wisotzki das Raumkonzept.
Platz für kontaminierte Einsatzkleidung
In dem darüber liegenden Zwischengeschoss wird die Gebäudetechnik mit Heizung und Lüftung, aber auch die Fernmeldetechnik untergebracht. Außerdem sieht der Architektenentwurf hier den sogenannten Schwarzbereich vor, in dem die eventuell auch kontaminierte Einsatzkleidung der Feuerwehrkräfte platziert wird. Im Obergeschoss darüber – die Retter sprechen vom weißen Bereich – finden sich Schulungs-, Sozial-, Aufenthalts- und Einsatzbesprechungsräume für die 60 Aktiven aus Eckesey, Altenhagen und Boelerheide. Außerdem werden dort die 20 Kollegen der Notfallseelsorge mit Büros und Besprechungsraum sowie der Möglichkeit für Einzelgespräche eine angemessene Unterbringung finden.
Die Zu- und Ausfahrt zu dem etwas in Richtung Volme zurückgesetzten Gebäuderiegel erfolgt von der Eckeseyer Straße aus. Hier entstehen auch Parkflächen mit 24 Stellplätzen für die Privat-Pkw der Einsatzkräfte. Dennoch bleibt vor den Toren des Feuerwehrgerätehauses noch ausreichend Platz für einen Übungsplatz.
Die bauliche Neurorganisation der Hagener Feuerwehr schreitet voran
Dabei versucht Feuerwehrchef Wisotzki den Anwohnern die möglichen Sorgen vor übermäßiger Lärmbelästigung zu nehmen: „Alles, was ein wenig lauter wird, findet hinter dem Gebäude in Richtung Fluss statt.“
Mit dem Bau eines modernen, zeitgemäßen Feuerwehrgerätehauses jetzt auch in Eckesey schreitet die systematische bauliche Neuorganisation der Hagener Feuerwehr voran. In einer nächsten Etappe soll auf Emst an der Haßleyer Straße ein Gerätehaus für die freiwilligen Einheiten aus Eilpe/Delstern, Eppenhausen und Holthausen errichtet werden. Für die Einheiten aus Halden, Herbeck und Fley sucht die Feuerwehr derzeit noch ein Grundstück möglichst an der Feldmühlenstraße. Auch für die Einheiten aus Berchum und Garenfeld ist noch kein neues, gemeinsames Areal gefunden. „Doch wenn das passiert ist, sind wir fit für die nächsten 100 Jahre“, freut sich Wisotzki, seinen Leuten optimale räumliche Bedingungen bereitstellen zu können.
17:11
Aber so ist die Meinung in Hagen halt...
Is ja nur für die Freiwilligen!!
Teilweise Schuld daran ist m.M. nach auch die häufig unpräzise Darstellung in der Presse, z.B. bei Einsätzen.
Würde hier mehr auf die Feinheiten geachtet werden, ware die Akzeptanz doch viel größer!
Das soll hier auf gar keinen Fall ein Statement gegen die BF sein, im Einsatz geht´s eh nur gemeinsam. Ob der ein- oder andere will, oder nicht.
14:10
@2 Wenn Ich OB bin :
Vor einigen Jahren wären es wahrscheinlich noch 4,3 Millionen DM gewesen. Da die Preise überall gestiegen sind, gibt man heute für so einen Bau eben 4,3 Millionen €uro aus.
Abgesehen davon, darf bei der Feuerwehr auch nicht gespart werden!
Spätestens wenn es bei Ihnen mal brennt oder Sie einen RTW benötigen und dann kein rotes Auto kommt, weil ja gespart werden muss, dann denken Sie vielleicht über Ihren Kommentar nach!
07:26
In der Tat, ich muss Exilhagener Recht geben. Wenn man bedenkt, dass nicht nur 3 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr sondern auch die Notfallseelsorge dort untergebracht werden, ist das geplante Gebäude mit Sicherheit schnell am Rande der Kapazität. Zudem möchte ich mal behaupten, dass bei den Gebäuden der Feuerwehr bislang der Kostenrahmen eingehalten wurde, was man von anderen städtischen Bauten nicht unbedingt sagen kann (Museum und andere Prunkbauten).
07:04
#2 Was hätten Sie denn weggelassen?
23:33
4,3 Mill. ist ganz schön heftig.Die Hälfte hätte es auch getan aber Herr Wisotzki hat wohl mächtig Einfluß bei bestimmte Leute.
13:42
Hoffentlich gibts da keine Anwohner, die es nicht mögen, wenns da mal etwas lauter zugeht.....