Neuen Standort nennen

Cargobeamer. Ein Erfolg für die Bürger im Hagener Norden oder eine Schlappe? Die meisten Bürger im Hagener Norden können erst einmal aufatmen. Das Ding kommt nicht an den Hengsteysee. Die Vernunft hat gesiegt. Nun erfahren wir, dass das Unternehmen einen neuen Standort im Hagener Norden im Visier hat, wo, das will man uns mündigen Bürgern (oder unmündigen Bürgern) nicht sagen.

Selbst unser Baudezernent, Herr Thomas Grothe, hat ein Stillhalteabkommen mit dem Unternehmen in Leipzig vereinbart und fühlt sich dem auch verpflichtet, wir, die Bürger dieser Stadt werden erst einmal ruhig gestellt. Das, Herr Grothe, ist völlig inakzeptabel und eine Frechheit gegenüber den Bürgern dieser Stadt. Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie für uns Bürger dieser Stadt da sind, und sich nicht einem Unternehmen verpflichtet fühlen, das so wenig mit Hagen zu tun hat, wie nur was. Es kann natürlich auch sein, dass wir überrascht werden sollen, und wir uns dann riesig freuen sollen, wenn die „Katze“ aus dem Sack gelassen wird. Oder hat man Angst, dass, sollte der Standort zu früh bekannt werden, ein Proteststurm losgetreten wird? Solche Spielchen sind nicht gut in einer Demokratie, der mündige Bürger fühlt sich verschaukelt. Man sollte auch einmal daran erinnern, dass Hagen in einer ganz besonderen Lage liegt, umringt von Bergen und Wäldern. Gedanken sollte man sich machen, ob diese Stadt noch mehr Lkw verkraften kann, Hagen ist das Tor zum Sauerland hat es mal geheißen. Alles nur noch Schall und Rauch?

Es ist gut, dass erst einmal der Standort Hengsteysee Geschichte ist, nun bietet sich allerdings auch eine große Chance für die Stadt den Bereich als Naherholungsgebiet auszubauen und zu vollenden.


Andere Städte wären froh, wenn sie ein solches Gebiet hätten, Hagen hat da einen richtigen Schatz, und diesen sollte man nicht arglos brach liegen lassen. Nun ist die Politik gefragt, aber man sollte auch den Bürger einbeziehen. Lassen wir uns diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen und schaffen etwas Einmaliges.