Neue Solaranlage ein Meilenstein

Seit rund 25 Jahren unterstützt Wolfgang Witt (61) die Menschen in Afrika.
Seit rund 25 Jahren unterstützt Wolfgang Witt (61) die Menschen in Afrika.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Wolfgang Witt (61) stieß in den 90er Jahren bei einem Kenia-Besuch (Ostafrika) eher zufällig auf die katholische Mission „Nyang’oma / Kenya“, die ganz in der Nähe des Viktoriasees liegt. Seine Begeisterung über die Arbeit des inzwischen verstorbenen Missionsgründers Jan van den Ouderaa führte dazu, dass er sich für die Gründung eines gleichnamigen Freundeskreises einsetzte, der inzwischen jährlich Projekte zum Erhalt und Ausbau der Mission fördert. Jetzt kehrte er vom Bau einer Solaranlage zurück.

„Das war ein Mammutprojekt, dessen Realisierung sich rund drei Jahre hingezogen hat. Die Mission kann nun unabhängig vom instabilen keniatischen Stromnetz Elektrizität erzeugen und nutzen“, freute sich der Hohenlimburger, der erklärt, dass es sich bei der Mission ursprünglich um eine Schule und Ausbildungsstätte für gehörlose und hörgeschädigte Kinder handelte. Noch heute ist dies ein zentrales Aufgabenfeld der Mission.

„Die Initiative, diesen Freundeskreis zu gründen, erfolgte nach einem Arbeitseinsatz im Jahr 1992 bei der Mission, der über das Kolpingwerk in Köln organisiert wurde. Der Gründer war schwer erkrankt, und ich wollte, dass die vorbildliche Arbeit dort fortgesetzt werden kann“, so Witt, der befürchtete, dass der Kontakt zu Europa abbrechen und die Geldmittel versiegen könnten.

Jedes Jahr vor Ort

Gesagt, getan! Seit 1995 unterstützt der Freundeskreis, gegründet aus Teilnehmern des damaligen Arbeitseinsatzes, mit heute mehr als 100 Mitgliedern die Arbeiten der Mission. Wolfgang Witt ist inzwischen jedes Jahr vor Ort und opfert beinahe seinen gesamten Jahresurlaub für die Kinder und Jugendlichen in Afrika. Kosten für Flüge, Versicherungen und Aufenthalt trägt er selbst. „Es haben sich im Laufe der Zeit viele Freundschaften ergeben. Es ist ein wundervolles Land. Ich genieße die Zeit dort sehr“, strahlt der 61-Jährige, der weiß, dass sein Engagement zu Lasten des Familienlebens geht.

„Früher ist er im Abstand von zwei Jahren geflogen“, erinnert sich Ehefrau Birgit Witt, die ihren Mann in allen Belangen unterstützt, jedoch selbst noch nie vor Ort gewesen ist. Dies soll in den kommenden Jahren nachgeholt werden.

Seinen jüngsten Einsatz beendete Witt aktuell. Die Installation einer Solaranlage war zeitaufwendig und schwierig. „Wenn man als Europäer den afrikanischen Kontinent bereist, muss man sich an viele Dinge gewöhnen. Dort herrscht eher eine ,kommste heut nicht, kommste morgen’-Mentalität, was das Arbeiten an einigen Stellen stark einschränkt“, schmunzelt Witt, der dennoch auf die Arbeit in Kenia nie verzichten würde. „Es geht vor allem darum, den mitunter behinderten Kindern, die in Kenia wenig wert sind, die Chance auf eine Ausbildung zu geben.

Trinkwasserbrunnen realisiert

Aus diesem Grund haben wir bereits etliche Projekte, wie Trinkwasserbrunnen, Schulgebäude, Lehrerhäuser oder Krankenstationen realisieren können“, so Witt, der die Installation der neuen Solaranlage als „Meilenstein“ bezeichnet.