Neue Formen des Verstehens und Kennenlernens

Oberbürgermeister Erik O. Schulz
Oberbürgermeister Erik O. Schulz
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Was wir bereits wissen
Oberbürgermeister Erik O. Schulz sieht den Zustrom der Flüchtlinge als eine der wesentlichen Herausforderungen des Jahres 2015.

Boele.. Ein neues Maß an Toleranz und Verständnis zwischen Kulturen und Religionen hat Oberbürgermeister Erik O. Schulz am Mittwochabend beim Neujahrsempfang der CDU-Bezirksunion Hagen-Nord als guten Vorsatz und politisches Ziel für das Jahr 2015 ausgegeben. Vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge in Frankreich betonte der OB, dass es eine Herausforderung für eine von zahlreichen Migranten geprägte Stadt wie Hagen sei, hier Solidarität und Haltung zu beweisen und den Dialog der Kulturen zu intensivieren.

Weiterer Flüchtlingszustrom

„Wir brauchen neue Formen des Verstehens und Kennenlernens.“ Gleichzeitig müsse im Vordergrund stehen, den Zustrom der Flüchtlinge weiterhin professionell zu handhaben, Barrieren und Vorurteile frühzeitig abzubauen und somit Integration den Weg zu ebnen. „Vor dem Hintergrund steigender Zahlen ist dies eine Herausforderung für die gesamte Stadtgesellschaft“, appellierte Schulz an alle Bürger, mit ihrem Engagement nicht nachzulassen.

Hagen hat allein im vergangenen Jahr 600 Flüchtlinge aufgenommen, weitere 400 Plätze müssen voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten geschaffen werden. Allein in den ersten 15 Tagen des neuen Jahres strömten 50 neue Flüchtlinge in die städtischen Wohnunterkünfte.

Breitere Bündnisse

Um diese Herausforderungen künftig bewältigen zu können, warb der parteilose Schulz erneut um breite politische Bündnisse im Rat, „um mit mehr Einigkeit an den Zielen der Stadt zu arbeiten. Wir sollten viel mehr nach Lösungen als nach Differenzen suchen“, sicherte der Oberbürgermeister zu, seine Rolle als Vermittler und Brückenbauer in Zukunft offensiver interpretieren zu wollen.

Als weitere zentrale Aufgaben für das Jahr 2015 benannte Schulz bei der CDU die Optimierung und Stärkung der Wirtschaftsförderung, die Erschließung der Wohn- und Gewerbequartiere rund um die Bahnhofshinterfahrung sowie weiterhin die Sanierung der Hagener Kommunalfinanzen. „Ganz allmählich sehe ich Licht am Ende des Tunnels“, warb der Verwaltungschef für weiterhin eiserne Spardisziplin.

Gleichzeitig appellierte Schulz als Mitglied des Bündnisses „Für die Würde der Städte“ an Land und Bund, die Kommunen nicht aus den Augen zu verlieren und endlich gezielter gegenzusteuern: „Sonst kommt es in Deutschland zu einer Entwicklung, die ungleiche Lebensverhältnisse protegiert.“