Das aktuelle Wetter Hagen 8°C
Verkehr

Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer

20.07.2012 | 17:30 Uhr
Die Blitzsäule in der Becheltestraße erweist sich als sprudelnde Geldquelle.

Hagen.   13.400 Schnellfahrer erfasste die Blitzsäule in der Becheltestraße in den ersten zwei Monaten, nachdem sie aufgestellt wurde. Insgesamt kontrolliert die Stadt den fließenden Verkehr inzwischen mit 29 stationären Radaranlagen. Aber auch die Polizei ist bekanntlich nicht untätig.

Von den neuen Radarfallen, die die Stadt im Rahmen des Sparpakets aufstellen ließ, hat sich vor allem eine innerhalb kürzester Zeit bezahlt gemacht. Die Blitzsäule an der Becheltestraße/B54 erwies sich bislang als sprudelnde Geldquelle. Das Messgerät wurde zwar erst am 16. April in Betrieb genommen, doch bis zum 18. Juni, also in den ersten zwei Monaten, registrierte der unscheinbare Apparat bereits 13.400 Schnellfahrer . „Wir sind selbst überrascht“, staunte Hans Sporkert, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. Zwar seien die Fallzahlen bei neu in Betrieb genommenen Radaranlagen anfangs immer recht hoch: „Doch an der Becheltestraße ist außergewöhnlich viel zusammengekommen.“

95 Prozent der erwischten Autofahrer fuhren maximal 70 km/h (erlaubt sind 50 km/h), die übrigen fünf Prozent waren schneller unterwegs und müssen mit einem Bußgeldverfahren statt einer einfachen Verwarnungsstrafe rechnen. Zwar hat das Ordnungsamt die Ergebnisse noch nicht in Euro und Cent umgerechnet, doch wenn man für jeden Schnellfahrer im Schnitt 20 Euro Strafe zugrundelegt, dann sind in acht Wochen 268.000 Euro in die Stadtkasse geflossen.

Früher nicht für möglich gehaltenes Ausmaß

Mittlerweile wird in Hagen in einem früher nicht für möglich gehaltenen Ausmaß geblitzt. Die Stadt überprüft die Geschwindigkeit der Autofahrer rund um die Uhr mit 29 Starenkästen und Blitzsäulen , Anlage Nr. 30 soll demnächst am Autobahnzubringer unweit des Landgerichts aufgestellt werden. Zudem verfügt die Verwaltung über eine transportable Blitztonne, die an verschiedenen Stellen eingesetzt werden kann. 19.640 Schnellfahrer tappten 2011 in eine der städtischen Tempofallen und brachten dem Kämmerer 1,313 Millionen Euro ein (2010: 18.082 / 1,211 Mio.).

24 Stunden Blitzer-Marathon

Damit nicht genug: Auch die Polizei kontrolliert täglich an mehreren Straßen die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer. Dabei beschränken sich die Ordnungshüter keineswegs auf die vier in unserer Rubrik „Blitzer“ (siehe Lokalseite 2) aufgeführten Bereiche, sondern führen zusätzliche Überprüfungen durch. 15.988 Schnellfahrer gingen der Polizei im vergangenen Jahr ins Netz, 2010 waren es 14.911. Anders als die Stadt stoppt die Polizei fast jeden geblitzten Autofahrer - nicht nur, um ihm das Knöllchen unter die Nase zu halten, sondern um aufzuklären: „Nur wenn man sofort mit den Verkehrsteilnehmern spricht, erreicht man eine Verhaltensänderung“, betont Christian Rosenbaum (48), Leiter der Führungsstelle Verkehr im Polizeipräsidium. Und das sei ja schließlich der Sinn der vielen Kontrollen.

Noch ein weiteres Messgerät

Doch im nächsten Jahr steht ein Strategiewechsel bevor. Um noch mehr Tempoverstöße sanktionieren zu können, erhält die Hagener Polizei ein weiteres Messgerät - eines, das über ein Kabel von einem entfernt stehenden Dienstwagen aus betrieben werden kann. Wer damit geblitzt wird, soll nicht mehr angehalten werden, sondern erhält das Knöllchen nach Hause geschickt.

Von Hubertus Heuel



Kommentare
23.07.2012
13:51
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von xyron1 | #17

Ich ziehe gerne mal wieder einen Vergleich aus dem Ausland ran. Es gibt Länder, z.B. England, da steht alle paar Meter eine Blitze. Und? Keiner regt sich auf, alle fahren vernünftig und gut ist es.
Hier wird immer viel zu viel Tamtam um alles gemacht. Meinetwegen sollen sie noch mehr Blitzen installieren, mal schaun, ob man damit den Unbelehrbaren nicht irgendwann mal beikommt. Übrigens finde ich die Kosten für dieses Vergehen auch eindeutig zu niedrig. Genauso sehe ich es allerdings auch mit dem Alkohol sowie Telefon am Ohr im Straßenverkehr. Auch hierfür sind die Strafen eindeutig zu niedrig.
Sorry, ist meine persönliche Meinung.

Allen noch einen sonnigen Tag.

23.07.2012
13:15
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von Nervenverloren | #16

@ Pelzbohne: Sie sind wohl auch nicht aus Hagen, oder?
Wer das Westhofener Kreuz umfährt um dann auf die A1 zu gelangen kommt dann aus Richtung Innenstadt. Und da wird er dann nicht von der Blitze erfasst. Die steht IN Richtung Innenstadt.
Abgesehen davon: Dort ist halt 50 vorgeschrieben, und wer nicht schneller fährt muss auch nichts befürchten.
Übrigens: auf der Weststraße stehen 2 solcher Kisten, und da bremsen die Fahrzeuglenker auf unter 50 ab, obwohl dort 60 zugelassen ist. Das dient auch nicht der Verkehrssicherheit!

23.07.2012
11:39
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von Ergonomy | #15

Das Problem sind eigentlich nicht die Raser, sondern Nasen die bei 52 sicherheitshalber mal eine Vollbremsung machen.
Ob das der Verkehrssicherheit dienlich ist?

22.07.2012
22:24
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von Radfahrer | #14

Diejenigen die in der Becheltestraße rasen fahren auch in 30 er Zonen und Spielstraßen zu schnell. Ich gönne den Rasern das sie zahlen müssen. Aber die Preise sind noch zu niedrig.

22.07.2012
21:31
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von Mucku | #13

Abzocke.Aber die Stadt Hagen hat es wohl nötig !!!!!
Ein Wittener Blitzerfasser!!

22.07.2012
13:58
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von mensch05 | #12

Ich habe gar nichts gegen Blitzer. Sollen die doch noch mehr aufstellen. Wer sich an die Geschwindigkeit hält, hat nichts zu befürchten. Wenn die Stadt damit Geld verdient, ist das ihr verdammtes Recht. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder so schnell fahren würde, wie er es für richtig hält. Was passiert, wenn nicht kontrolliert wird sehen wir in Hagen beim Müll - der liegt überall. Vertrauen ist gut - manchmal ist Kontrolle besser.

22.07.2012
13:11
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von berni44 | #11

Die Blitzsäule an der Bechelte Str.dient nicht der Verkehrssicherheit, sondern der Abzocke der Bürger, die in Hagen sind. Hier wird Ordnungsrecht dazu benutzt, die Kassen zu füllen.
Menschen sind nicht doof.
Die Staatsverdrossenheit in den sog. Rechtsstaat wird immer grösser, da sich Deutschland mit tausenden Gesetzen und Verordnungen, die keiner kennt, sich immer mehr zu einem Bananenstaat entwickelt.
Die Menschen werden die etablierten Parteinen hoffentlich demokratisch und nicht mit Gewalt abwählen.

3 Antworten
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von lale9 | #11-1

Natürlich dient die Blitze der Verkehrssicherheit. Für die Rechtsabbieger in diverse Geschäfte entlang der Bechelte ist das Abbiegen sicherer geworden, da der Gegenverkehr nur noch ca. 50 km/h fährt.

Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von lale9 | #11-2

Sorry, für die Linksabbieger natürlich!

Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von scalu | #11-3

So ein Quatsch. Jeder, der im Besitz eines Führerscheins ist, weiß, dass er innerhalb geschlossener Ortschaften max. 50 km/h fahren darf. Jeder Autofahrer kennt diese Regelung. Das hat also nichts mit Gesetzen und Verordnungen zu tun, die keiner kennt. Wer das leugnet, sollte seinen Führerschein besser freiwillig an der nächsten Polizeidienststelle abgeben.

21.07.2012
23:22
Transitverkehr
von Pelzbohne | #10

Interessant wäre auch noch zu wissen, wo die geblitzten Autofahrer her kommen!

Der Großteil der geblitzten Autofahrer an der Becheltestr. werden vermutlich aus z.B. dem Märkischen Kreis kommen und diese Strecke nutzen um auf die A1 Richtung Bergisches Land oder ins Rheinland zu gelangen. Wenn mal wieder auf der A45 Richtung Westhofener Kreuz nichts mehr geht, dann geht es durch Hagen bzw. über die Becheltestr. und um Zeit aufzuholen wird schneller gefahren.

Wenn das so sein sollte, wäre es gut für die Hagener Stadtkasse, aber natürlich kann man solche Daten nicht veröffentlichen da die Stadt Hagen die Kaufkraft aus den umliegenden Gemeinden nicht vergraulen will!

Die geplante Blitze auf der Heinitzstr. wird wahrscheinlich auch so eine art Mautstelle für Pendler und Stauumgehungsfahrer.

Eigentlich eine gute Idee mit den vielen Blitzkästen in Hagen, denn Hagen ist ja bekanntlich das Drehkreuz Südwestfalen, aber wir Hagener dürfen dann auch nicht mehr nach Gewohnheit fahren.

21.07.2012
20:57
Neue Blitzsäule erfasst 13 .400 Schnellfahrer
von flummi1974 | #9

@ Pelzbohne: 50 reichen völlig. Es sei denn es ist eine 30er 20er Zone oder Spielstraße.

21.07.2012
14:37
Am besten ist...
von Pelzbohne | #8

Am besten man fährt nur noch 30 km/h in Hagen, dann kann nichts passieren!

Aus dem Ressort
Wasser unter WBH-Regie: Politik prüft die SPD-Idee
Hauptausschuss
„Dies ist eine historische Entscheidung und daher brauchen wir auch eine Entscheidung mit Bestand“, sparte SPD-Ratsherr Werner König zum Einstieg in die Debatte rund um die Zukunft des Wassers nicht mit einem Hauch von Dramatik. Doch zu einem abschließenden Votum kam es am Donnerstag dennoch nicht.
Trinkwasser versickert im Keller eines Hasper Hauses
"Herrenloses Haus"
Die 20 zumeist bulgarischen Bewohner des „herrenlosen“ Hauses in der Berliner Straße 57 sind wieder einmal ohne Wasser, Strom und Gas. Nicht zum ersten Mal. Der heimische Energieversorger Mark-E wartet vergeblich aufs Geld und unterbrach deshalb die Versorgung erneut.
Extrem niedriger Wasserpegel im Staubecken in Hagen-Haspe
Talsperre
Der Pegel im Staubecken ist ungewöhnlich weit abgesunken. Statt bis zu zu zwei Millionen Kubikmeter Wasser sind aktuell lediglich 867.000 Kubikmeter vorhanden. Doch der Wirtschaftsbetrieb Hagen sowie der Wasserwerksbetreiber Enervie versprechen, dass bald der Normalzustand zurückkehren wird.
Douglas setzt mit Helene-Fischer-Duft auf Wachstumkurs
Douglas-Gruppe
Die Hagener Parfümerie- und Buchhandelskette Douglas geht optimistisch ins Weihnachtsgeschäft. Bücher, Kosmetika und Parfüm stünden weiter ganz oben auf den Wunschzetteln, sagte Firmenchef Henning Kreke. Deshalb rechnet der Konzern mit der Fortsetzung seines Wachtstumskurses.
Premiere der Operette „Ball im Savoy“ im Hagener Theater
Premiere
Die Operette „Ball im Savoy“ wird am Samstagabend, 29. November, erstmals im Hagener Theater aufgeführt. Bei der Premiere verwandelt sich die Bühne in den Tanzsaal des Hotels Savoy in Nizza, wo die abgedrehte Liebes- und Eifersuchtsgeschichte um ein frisch vermähltes Paar ihren Lauf nimmt.
Fotos und Videos
Kurzfilmfestival in Hagen
Bildgalerie
Kurzfilmfestival
Fotos vom Hagener Weihnachtsmarkt
Bildgalerie
Weihnachtsmarkt
Phoenix gegen Berlin 90:98
Bildgalerie
Basketball
Hannelore Kraft zu Gast in Hagen
Bildgalerie
Werksbesuch