Nach Mordversuch an 22-Jähriger in Hagen fehlt Kripo eine heiße Spur
05.08.2012 | 18:00 Uhr 2012-08-05T18:00:00+0200
Hagen. Nach dem Mordversuch in der Nacht zum vergangenen Mittwoch an der Ecke Frankfurter Straße/Elbershallen ringt die Hagener Kripo weiterhin um die erste heiße Spur. Kurz nach drei Uhr war dort eine 22-Jährige mit brutaler Gewalt niedergeprügelt und in einem nahe gelegenen Car-Port zwischen abgestellten Lkw versteckt abgelegt worden.
Das Stöhnen des um sein Leben kämpfenden Opfers wurde zwar erst nach einer Stunde von einer Anwohnerin wahrgenommen, doch es konnte nach notärztlicher Erstversorgung noch rechtzeitig ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Frau schwebt aber noch immer in Lebensgefahr. „Sie wird weiterhin intensivmedizinisch betreut“, geht Kriminalhauptkommissar Ingo Scheid, Leiter der Mordkommission, davon aus, dass die junge Frau auch langfristig nicht vernehmungsfähig sein wird.
Die Ärzte haben bei der Eilperin, die dort in einer eigenen Wohnung lebt und ihr Geld als Köchin verdient, Frakturen im Gesicht und am Schädel diagnostiziert sowie zahlreiche Blutergüsse und Schürfwunden am gesamten Körper festgestellt. Sie lassen darauf schließen, dass sie von brutalen Fausthieben und Tritten stammen.
Vergewaltigung kann ausgeschlossen werden
Von einer weiteren Tatwaffe ist nicht auszugehen. Vom eigentlichen Tatort an der Frankfurter Straße wurde die Frau dann zu jenem verborgenen Unterstand geschleift, an dem die Polizei sie letztlich nur noch halb bekleidet entdeckte. Eine Vergewaltigung kann nach der ärztlichen Untersuchung jedoch ausgeschlossen werden.
Kripo fragt: Wer hat die 22-Jährige gesehen?
Für Ermittler Ingo Scheid sind die Umstände und möglichen Motive für die Tat weiterhin völlig unklar. „Für uns stellen sich vor allem folgende Fragen: Wer hat die 22-Jährige bei ihrem Fußweg quer durch die Hagener Innenstadt gesehen? War sie in Begleitung? Hatte sie Verfolger? Gab es einen Streit?“ Die Hagenerin ist etwa 1,60 Meter groß, schlank und hat dunkle, kurze Haare. An dem Abend trug sie ein dunkles Sweat-Shirt, dessen Kapuze sie gerne über den Kopf zog und somit eher jungenhaft wirkte. Außerdem war sie mit einer Jeans und ebenfalls blauen Sneaker-Schuhen bekleidet.
Junge Frau kam von Feier im Privatkreis
Die Frau hatte zuvor eine Feier im privaten Kreis besucht. Da sie kein Geld mehr, sondern lediglich noch ihr Handy in der Tasche hatte, trat sie den etwa fünf Kilometer weiten Heimweg zu Fuß an. Als Wegzehrung nahm sich die alkoholisierte Frau, die nach Angaben der Polizei vermutlich sogar leicht schwankend unterwegs gewesen sein dürfte, noch ein Flasche Bier mit. Doch dann verliert sich ihre Spur.
Persönliches Umfeld noch relativ unüberschaubar
Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei dürfte ein Täter aus dem direkten Freundeskreis des Opfers auszuschließen sein. Allerdings pflegte die 22-Jährige, die regelmäßig auch in den späten Nachtstunden in Hagen unterwegs war, zahlreiche Kontakte, so dass ihr weiteres persönliches Umfeld noch relativ unüberschaubar erscheint.
20:09
Die Tat geschah in der Nacht zum Mittwoch und da hatte der Fun Park geschlossen. Die Tat hat also diesmal Garnichts mit dem Fun Park zu tuen! (Kann man sich gar nicht vorstellen).
Die Frankfurterstr. hat auch viele dunkle Ecken da Industrie, Gewerbe und Wohnbebauung vermischt sind. Die Leute die dort wohnen möchte ich auch nicht persönlich kennen und zu Fuß in der Nacht durch die Frankfurterstr. zu gehen ist schon mehr als Mutig.
Ich will nicht sagen: selber schuld, aber unsere Gesellschaft und die Stadt sind auch nicht mehr so das man sich gefahrlos überall frei bewegen kann, egal zu welcher Tageszeit.
Bei solchen Vorfällen schwanke ich zwischen Traurigkeit, Wut und Kopfschütteln!
Ist oder wird das Normal in Hagen?
Nicht nur die Frankfurter Str. ist mittlerweile ein heisses Pflaster. In der Hagener-City möchte ich ehrlich gesagt nirgendwo "tot über dem Zaun hängen"
Gibt es in diesem Fall eigentlich mal was Neues? Merkwürdig ist das Ganze ja schon.
11:26
Warum sollte man dort Präsenz zeigen? Das führt dann zu Raufereien, Festnahmen, Platzverweisen und ganz viel Schriftkram. davon abgeshen kommt dann noch ein netter Richter/in und lässt die Täter schnell wieder frei und vielleicht ist dann Monate später eine Verhandlung wo man als Zeuge erscheinen muss. Wer will sowas schon? Fahren wir doch lieber in einem Gebiet Streife, wo es ruhig zugeht. Zwischendurch ne Pommes reinschieben. Streife fahren kann so schön sein.
Leider muss man Ihnen hier voll und ganz zustimmen. Wenn man mal jemanden braucht, ist entweder keiner da oder man zeigt kein Interesse, weil der "Fall" zu unspektakulär ist. Traurig aber wahr. Und da wundert man sich, wenn immer mehr Leute zu Selbstjustiz übergehen. Wundert mich gar nicht und ehrlich gesagt begrüße ich da die Verhältnisse in USA.
08:30
Ein Staat riskiert die brutale Rache und den Aufstand der Bürger.
Sehr gefährlich ...
20:09
Mittlerweile werden schon Autos im Elfers Parkhaus aufgebrochen man und beim parken von betrunkenen Jugendlichen angepöbelt. Wann reagiert die Stadt?
Wer will solches Publikum dort haben? Früher war der Funpark noch eine halbwegs ordentlich Disco, heutzutage kann man nur noch einen großen Bogen um diese Lokalität machen. Alleine wie viele betrunkene Jugendliche auf ihrem Weg vom Bahhof zum Funpark mit Flaschen werfen oder andere Passanten anpöbeln.
Da kann man nur hoffen, dass durch die neue GEMA Gebührenordnung dem Spuk ein Ende bereitet wird.
Der verletzten Frau kann man nur alles erdenklich Gute wünschen und hoffen, dass der oder die Täter schnell gefasst werden und eine gerechte Strafe bekommen.
Schade Hagen!
16:32
Kranke Welt!
Vielleicht fängt die Hagener Polizei ja jetzt endlich mal an am Elbershallengelände Präsenz zu zeigen statt sinnlos vor der Volmegalerie Streife im Kreis zu fahren...