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Kriminalität

Mutmaßlicher Täter des Mordversuchs an 22-jähriger Frau in Haspe verhaftet

10.08.2012 | 18:21 Uhr
Ingo Scheid, Leiter der Mordkommission Hagen und Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer erläutern das Gewaltverbrecher in Hagen.Foto: Michael Kleinrensing/WP

Hagen.   Den mutmaßlichen Schläger, der vor zehn Tagen in Hagen eine 22-jährige Frau fast zu Tode geprügelt haben soll, hat die Polizei ermittelt. Ein fast 30-jähriger Mann aus Haspe wurde am Freitag dem Haftrichter als Tatverdächtiger vorgeführt. Das schwer verletzte Opfer ringt noch immer mit dem Leben.

Während Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer von „exorbitant guter Polizeiarbeit“ spricht, kann Hagen wahrlich aufatmen: Der Mordkommission um Kriminalhauptkommissar Ingo Scheid ist es gelungen, jenen mutmaßlichen brutalen Schläger festzunehmen, der in der Nacht zum vergangenen Mittwoch eine 22-jährige Frau an der Einmündung Frankfurter Straße/Elbershallen beinah zu Tode geprügelt haben soll.

Bei dem vermeintlichen Täter, der in den Vernehmungen der Kripo bislang schweigt und dem Haftrichter vorgeführt wurde, handelt es sich um einen Hasper mit türkischen Wurzeln. Den Endzwanziger, der bereits wegen verschiedener Delikte hinter Gittern saß, erwartet diesmal eine Anklage wegen versuchten Mordes.

In der Nacht zum 1. August soll der Mann sich im Umfeld der Johanniskirche an die Fersen seines Opfers geheftet haben. Bilder von Überwachungskameras, die mehrere Geschäftsleute entlang der Frankfurter Straße zum Schutz ihrer Ladenlokale installiert haben, zeigen laut Ermittlungen der Polizei eindeutig, wie die junge Köchin immer wieder versucht, ihren Verfolger abzuwimmeln. An der Einmündung zum „Elbers“-Parkhaus muss der Gefasste dann mit unfassbarer Brutalität auf die angetrunkene Frau eingeprügelt und eingetreten haben.

Opfer liegt im künstlichen Koma

Der Tatort Elbershallen in Hagen. Hier wurde die 22-Jährige am 1. August fast zu Tode geprügelt. Foto: Kleinrensing/WP

Neben schwersten Schädel-, Gesichts- und Kieferfrakturen erlitt sie auch eine Hirneinblutung. Neurochirurgen in Herdecke retteten ihr in der Tatnacht zunächst das Leben, inzwischen wurde das Opfer in eine Bochumer Spezialklinik transportiert. Dort soll versucht werden, ihr Gesicht wiederherzustellen. Angesichts der Schmerzen liegt die 22-Jährige, die immerhin wieder selbstständig atmet, noch im künstlichen Koma. Mit Blick auf die Schwere der Blessuren besteht weiterhin Lebensgefahr.

Sexuelle Motive sind nicht auszuschließen

„Die Massivität der Verletzungen spricht dafür, dass der Täter sogar dann noch auf das Opfer draufgetreten hat, als es bereits wehrlos am Boden lag“, beschreibt Oberstaatsanwalt Rahmer die unfassbare Gewalt. Die junge Frau war auf dem Heimweg von einer Fete und hatte ihre Wohnung in der Frankfurter Straße fast erreicht. Eine Anwohnerin hatte letztlich das Stöhnen des Opfers vernommen, das von seinem Peiniger in einem Unterstand für Kirmesfahrzeuge mit entkleidetem Unterleib abgelegt worden war. Gynäkologische Befunde zeigen, dass keine Vergewaltigung stattgefunden hat – andere sexuelle Motive sind aber nicht auszuschließen.

Mutmaßliche Täter verhaftet

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Kommentare
11.08.2012
14:46
Mutmaßlicher Täter des Mordversuchs an 22-jähriger Frau in Haspe verhaftet
von Marcel1977 | #8

"Das schwer verletzte Opfer ringt noch immer mit dem Leben"

Entweder sie ringt mit dem Tod oder um ihr Leben. Keinesfalls aber mit dem Leben.

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Mutmaßlicher Täter des Mordversuchs an 22-jähriger Frau in Haspe verhaftet
Mutmaßlicher Täter des Mordversuchs an 22-jähriger Frau in Haspe verhaftet
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2012-08-10 18:21
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