Mutmaßlicher Täter des Mordversuchs an 22-jähriger Frau in Haspe verhaftet
10.08.2012 | 18:21 Uhr 2012-08-10T18:21:00+0200
Hagen. Den mutmaßlichen Schläger, der vor zehn Tagen in Hagen eine 22-jährige Frau fast zu Tode geprügelt haben soll, hat die Polizei ermittelt. Ein fast 30-jähriger Mann aus Haspe wurde am Freitag dem Haftrichter als Tatverdächtiger vorgeführt. Das schwer verletzte Opfer ringt noch immer mit dem Leben.
Während Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer von „exorbitant guter Polizeiarbeit“ spricht, kann Hagen wahrlich aufatmen: Der Mordkommission um Kriminalhauptkommissar Ingo Scheid ist es gelungen, jenen mutmaßlichen brutalen Schläger festzunehmen, der in der Nacht zum vergangenen Mittwoch eine 22-jährige Frau an der Einmündung Frankfurter Straße/Elbershallen beinah zu Tode geprügelt haben soll.
Bei dem vermeintlichen Täter, der in den Vernehmungen der Kripo bislang schweigt und dem Haftrichter vorgeführt wurde, handelt es sich um einen Hasper mit türkischen Wurzeln. Den Endzwanziger, der bereits wegen verschiedener Delikte hinter Gittern saß, erwartet diesmal eine Anklage wegen versuchten Mordes.
In der Nacht zum 1. August soll der Mann sich im Umfeld der Johanniskirche an die Fersen seines Opfers geheftet haben. Bilder von Überwachungskameras, die mehrere Geschäftsleute entlang der Frankfurter Straße zum Schutz ihrer Ladenlokale installiert haben, zeigen laut Ermittlungen der Polizei eindeutig, wie die junge Köchin immer wieder versucht, ihren Verfolger abzuwimmeln. An der Einmündung zum „Elbers“-Parkhaus muss der Gefasste dann mit unfassbarer Brutalität auf die angetrunkene Frau eingeprügelt und eingetreten haben.
Opfer liegt im künstlichen Koma
Neben schwersten Schädel-, Gesichts- und Kieferfrakturen erlitt sie auch eine Hirneinblutung. Neurochirurgen in Herdecke retteten ihr in der Tatnacht zunächst das Leben, inzwischen wurde das Opfer in eine Bochumer Spezialklinik transportiert. Dort soll versucht werden, ihr Gesicht wiederherzustellen. Angesichts der Schmerzen liegt die 22-Jährige, die immerhin wieder selbstständig atmet, noch im künstlichen Koma. Mit Blick auf die Schwere der Blessuren besteht weiterhin Lebensgefahr.
Sexuelle Motive sind nicht auszuschließen
„Die Massivität der Verletzungen spricht dafür, dass der Täter sogar dann noch auf das Opfer draufgetreten hat, als es bereits wehrlos am Boden lag“, beschreibt Oberstaatsanwalt Rahmer die unfassbare Gewalt. Die junge Frau war auf dem Heimweg von einer Fete und hatte ihre Wohnung in der Frankfurter Straße fast erreicht. Eine Anwohnerin hatte letztlich das Stöhnen des Opfers vernommen, das von seinem Peiniger in einem Unterstand für Kirmesfahrzeuge mit entkleidetem Unterleib abgelegt worden war. Gynäkologische Befunde zeigen, dass keine Vergewaltigung stattgefunden hat – andere sexuelle Motive sind aber nicht auszuschließen.
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14:51
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schon erstaunlich, wie wenig sie innerhalb 12 jahren gefunden haben.
14:46
"Das schwer verletzte Opfer ringt noch immer mit dem Leben"
Entweder sie ringt mit dem Tod oder um ihr Leben. Keinesfalls aber mit dem Leben.
14:36
Hehe, ich lach mir einen ins Fäustchen.
Also bitte nicht falsch verstehen, die Tat ist schrecklich, hoffe, das Opfer erholt sich bald.
Hab den Artikel jetzt ganz gelesen, sehr unpassend von mir dieser Kommentar.
22:06
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21:38
Ich hoffe nur, dass er weder eine schwierige Kindheit hatte noch bei der Straftat alkoholisiert war. Dann sollte man ihn so lange verknacken, dass er den Knast nur noch mit den Füßen voraus verlassen kann.
20:48
Wo der Verstand aufhört fängt die Gewalt an. Bei diesem zu früh.
19:51
OK. So sehr es mich freut, wenn der Täter wirklich gefasst sein sollte - ein bisschen mehr Sorgfalt würde ich mir bei so einem Artikel schon wünschen... Ist ja gut und schön dass die Worte vermeintlich und mutmaßlich immerhin in dem At5ikel vorkommen - im Kernsatz des Artikels "Der Mordkommission um Kriminalhauptkommissar Ingo Scheid ist es gelungen, jenen brutalen Schläger festzunehmen, der in der Nacht zum vergangenen Mittwoch eine 22-jährige Frau an der Einmündung Frankfurter Straße/Elbershallen beinah zu Tode geprügelt hat." fehlt dann dafür jede Relativierung. Solange er verdächtiger ist und kein Verurteilter wäre ein "mutmaßlich" auch an der Stelle angebracht. Ich sage nur Fall Lena.
18:53
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Stimme Ihnen vollkommen zu, erhöhe aber noch: Keine Aussicht auf frühzeitige Entlassung! (bez.: lebenslänglich in Deutschland...)
18:44
unfassbar, was die Aufklärung der Bevölkerung bzw. Hagener Mitbürger betrifft.
Am Samstag, den 04.08.2012 fuhr ich mit meiner Frau vom Shoppen gegen 15:15 mit einem TAXI (Kampstr.) nach Hause. Während der Fahrt kam ein Gespräch mit dem Taxifahrer auf, unter anderem über diese Brutale Tat an den Elbershallen, ausgeübt an diese junge Frau.
Der Fahrer äußerste sich dahingehend, man achte auf das Datum (oben), das der vermutliche Täter auf Grund von Videoauswertungen einer Spielothek Frankfurter Str. nun bekannt sei!
Am 05.08.2012 geht durch die Presse "in Hagen fehlt Kripo die erste heiße Spur".
Diese Behauptung verstehe ich demnach überhaupt nicht.
Ich wünsche der jungen Frau gute Besserung und eine absolute Genesung.
Taxifahrer bekommen berufsbedingt sehr viele nützliche Informationen mit. Ich stelle einfach meine These in den Raum, dass der Presse aus ermittlungstaktischen Gründen genau diese Art der Berichterstattung bezüglich fehlender "heißer" Spuren empfohlen wurde.