„Musste mich daran gewöhnen, dass die Deutschen viel essen“

Die Brasilianerin Rafaela Saragiotto (16) und der Ecuadorianer Mateo Oswaldo (18) referierten beim Rotary-Club.
Die Brasilianerin Rafaela Saragiotto (16) und der Ecuadorianer Mateo Oswaldo (18) referierten beim Rotary-Club.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Seit fast einem Jahr leben die Brasilianerin Rafaela Saragiotto (16) und der Ecuadorianer Mateo Oswaldo (18) in Deutschland. Tausende Kilometer von der Heimat entfernt haben sie in Deutschland eine für sie völlig fremde Kultur kennengelernt. Möglich gemacht wurde dies unter anderem durch den Rotary Club Hohenlimburg-Letmathe. Im Rahmen eines Clubtreffens referierten die beiden Südamerikaner im Restaurant Schlesierland über ihre Erlebnisse.

„Es war unglaublich viel. Zu Beginn ist es mir schwer gefallen, die Menschen hier zu verstehen, obwohl ich bereits sieben Monate Deutsch in Brasilien gelernt habe“, erinnert sich Rafaela, die, genau wie Mateo, in Hohenlimburger und Letmather Gastfamilien lebte.

„Ich musste mich vor allem daran gewöhnen, dass die Deutschen sehr viel essen. Vermissen werde ich auf jeden Fall die Jahreszeiten in Deutschland, weil es diese in Brasilien so ausgeprägt nicht gibt“, lachte die 16-Jährige.

Während ihres Aufenthalts in Deutschland haben sie etliche Großstädte in Deutschland besucht. Sogar an einer Europareise nahmen die beiden teil.

Jugenddienst Rotex

„Verantwortlich für die Organisation des Austauschs ist der Rotary Jugenddienst Rotex. Dort kann sich jeder bewerben und erhält Unterstützung während des gesamten Austauschs“, erklärt der Rotarier Holger Feldberg und ergänzt, dass die Eltern lediglich die Kosten für den Flug, die Krankenversicherung und eventuelle Reisen übernehmen. Der Rotaryclub stellt ein Taschengeld für die Jugendlichen zur Verfügung und organisierte in diesem Jahr sogar eine Skifreizeit im Zillertal.

„Der Austausch funktioniert immer in beide Richtungen. Eltern, deren Kinder an einem Austausch teilnehmen, bekommen im Gegenzug auch einen Austauschschüler aus einem anderen Land“, erklärt Feldberg das Prinzip.

Abschied wird schwer fallen

Auch Mateo wird seine Zeit in Deutschland kaum vergessen. In seinen ersten Wochen war er von der distanzierten Haltung vieler Deutscher überrascht. Das legte sich in der Schule jedoch schnell. Beide können sich gut vorstellen, noch einmal nach Deutschland zurückzukehren. Mateo denkt sogar an ein Studium. Auch wenn der Abschied in Deutschland am Ende des Monats nicht leicht fallen wird, so freuen sich beide dennoch auf ihre Familien, die sie in Kürze wieder in die Arme schließen können.

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