Musiker der Extraklasse begeistern alle Freunde der Klassiker

„Green“ feierte das 40-jährige Jubiläum im Werkhof
„Green“ feierte das 40-jährige Jubiläum im Werkhof
Foto: WP

Hohenlimburg..  Sie haben ihre Fans. Und das sind treue Fans, die den Brückentag in der vergangenen Woche nicht anderweitig nutzen konnten oder wollten. So waren mehr als 200 Fans der Band „Green“ in die Werkhof-Katakombe gepilgert, um zwei hervorragende Bands zu erleben, die eine supergute Musik zelebrierten und somit dem 40. Geburtstag von „Green“ einen würdigen Rahmen gaben.

Zunächst verzückte die wunderbare Vorband „Virgin“ mit dem genialen Richard Hagel als Frontmann und Thomas Hesse (Gitarre) die Geburststagsgäste. An diesem Duo hätten Eric Clapton und Co. ihre helle Freude gehabt. Diese Band ist einfach klasse. Es machte Spaß, Friedbert Falke (Drums), Rüdiger Schilling (Perc), Daniel Geist (Piano) und Andreas Müller (Bass) zu hören und zu sehen. Die Routiniers hatten ihre Freude auf der Bühne, spielten von den „Doors“ (Riders on the Storm), oder „Sunshine of your Love“ (Clapton) und viele weitere Klassiker.

Der Funke der Begeisterung sprang nahtlos auf den Hauptakt über – auf „Green“. Jene Band, die in diesem Jahr vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat, aber jung geblieben ist. Hier stehen Musiker der Extraklasse gemeinsam auf der Bühne, die ihre musikalische Heimat in verschiedenen Bands wie „Grobschnitt“ oder „Extrabreit“ haben. Sie harmonierten wie eh und je zusammen. Milla Kapolke, Bubi Hönig, Rolf Möller, Deva Tattva, Michi Rolke und Mudita Kapolke boten musikalischen Genuss pur. Auch hier jagte, mit vielen Videoeffekten unterlegt, ein Klassiker den anderen. Dabei ging im wahren Sinne des Wortes förmlich die Post ab.

Alle Musiker waren mehr als bestens aufgelegt. „Green“ war, wie immer, ein musikalisches Gesamtkunstwerk.

Einen Wermutstropfen gab es dennoch am Rande – der hat allerdings nicht mit der brillanten Vorstellung beider Bands zu tun. Getränke, beispielsweise eine Flasche 0,3 Liter Bier, kosteten drei Euro. „Das sind Münchener ,Wiesn-Preise’“, wie aus so manchem Besuchermund zu hören war.

Wie gesagt: ein Wermutstropfen am Rande, der allerdings nichts mit den hervorragenden Künstlern zu tun hatte.