Musik ohne Grenzen
05.06.2008 | 17:27 Uhr 2008-06-05T17:27:00+0200Man werde künftig interessiert auf Breckerfeld gucken, meinte Peter Müller vom Schulverwaltungsamt in Ennepetal. Grund: Hier wird im Sinne von „Jeki” die landesweit erste Vereinbarung mit einer Nachbarstadt getroffen.
Jedem Kind ein Instrument. Dafür steht die Abkürzung Jeki, und Breckerfeld will sich an dem Projekt beteiligen. Das hatte sich schon im Schulausschuss gezeigt, es folgten ergänzende Gespräche mit der Stadt Ennepetal. Im Haupt- und Finanzausschuss präsentierten Peter Müller und Musikschulleiter Paul-Gerhard Minor erste Erfahrungen und die dritte Fassung der erforderlichen öffentlich-rechtlichen Vereinbarung.
In der Nachbarstadt sei man mit 550 Kindern gestartet, Kinder und Eltern seien mit Begeisterung dabei und rund 90 Prozent hätten sich zum (beitragspflichtigen) Weitermachen verpflichtet. Und mit ihrer Musikschul-Kompetenz wird Enneptal auch die Breckerfelder Kinder an die verschiedenen Instrumente heran führen. Wie lange das Land das finanziere? „Mindestens bis 2010”, so Müller, aber Jeki habe sich als solches Erfolgsprojekt erwiesen, „dass sich das Land kaum daraus zurück ziehen kann.”
Im ersten Schuljahr ist die Teilnahme im Klassenverband für alle Kinder verpflichtend, ab dem zweiten Jahr werden kleine Gruppen gebildet. Weil dafür mehr Personal benötigt wird, ist die Musikschule derzeit dabei, die Verträge von Teilzeitkräften aufzustocken, so Minor. Danach könnten bei Bedarf weitere Musikpädagogen auf Honorarbasis eingestellt werden.
Die Instrumente müssen von der Stadt fianziert werden. Grundschulleiter Heinz Opsölder hatte sich im Fachausschuss optimistisch gezeigt, dass dafür Sponsoren gefunden werden könnten.
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