Muschelsalat-Finale und Extraschicht bei Elbers abgeblasen

In diesem Sommer wird es auf dem Elbers-Gelände keine großen Open-Air-Events geben. Grund: Die Baustelle für das Edel-Steakhouse „Hohoffs 800 Grad“, das im kommenden Frühjahr im alten Kesselhaus eröffnet werden soll, wird in Kürze eingerichtet.
In diesem Sommer wird es auf dem Elbers-Gelände keine großen Open-Air-Events geben. Grund: Die Baustelle für das Edel-Steakhouse „Hohoffs 800 Grad“, das im kommenden Frühjahr im alten Kesselhaus eröffnet werden soll, wird in Kürze eingerichtet.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen.. Schön wäre es gewesen . . . Das Elbersgelände – am besten an einem lauen Sommerabend – fest in Händen der freien Hagener ­Kulturszene. Mit Bühnenauf­tritten, Live-Musik, Jonglage und vielem mehr. Doch aus der „Extraschicht“ am Freitag, 20. Juni, in ­Hagen wird nichts. Abgesagt von den Betreibern der Elbershallen.

Schön wäre es gewesen . . . Der alte Kamin auf dem Elbersgelände als Projektionsfläche für eine ­Multi-Media-Show. Mit historischen Extrabreit- und Grobschnitt-Einspielungen und Extrabreit-Konzert im Kesselhaus. Doch aus dem Muschelsalat-Finale am Mittwoch, 12. August, bei Elbers wird nichts. ­Abgesagt von den Betreibern der Elbershallen.

Der Grund in beiden Fällen: Die Bau-Vorbereitungen für das Edel-Steakhouse „Hohoffs 800 Grad“, das im März 2016 im alten Kesselhaus der früheren Textilfabrik in Oberhagen eröffnet wird.

„Natürlich bedauern wir die Absagen, doch wir hatten keine andere Wahl“, beteuert Quartiersmanager Christian Isenbeck. Noch in diesem Monat wird die Baustelle für die Nobel-Gastronomie, die Gäste aus der gesamten Region anlocken soll, eingerichtet. Bauzäune werden errichtet, Container und Großgeräte platziert. „Aus sicherheitstechnischen, aus Platz- und aus optischen Gründen ­können wir das ,Extraschicht’-Event auf der Fläche zwischen dem Theater an der Volme, dem Kesselhaus und dem Restaurant Artischocke nicht durchführen“, so Isenbeck.

Pachtvertrag hat die Voraussetzungen von jetzt auf gleich geändert

Die im gesamten Ruhrgebiet durchgeführte „Nacht der Indus­triekultur“ sollte in Hagen der freien Kulturszene (u.a. Hasper Hammer, Pelmke und Werkhof) eine Plattform geben, außerdem sollten sich auf dem Elbers-Areal ansässige Mieter (u.a. Musikschule und Jugendzirkus Quamboni) präsentieren. Die Veranstaltung – Gesamtkosten 30.000 Euro – sei durch Sponsoren und einen Eigenanteil der Elbers-Crew längst komplett durchfinanziert, das Programm organisiert und die 8 x 10 Meter große Bühne bestellt gewesen. „Doch dann haben die ­,Hohoffs 800 Grad’-Betreiber bei uns einen Pachtvertrag unterschrieben – das ist fantastisch, hat aber die Voraussetzungen von jetzt auf gleich geändert.“

Trostpflaster am Rande: Das ­Muschelsalat-Finale wird nicht abgesagt, sondern der Ort verlegt – in den Emster Park. Die Rückseite der Turnhalle wird nun für das Licht-Musik-Spektakel am 12. August genutzt.