Mozart-Oper im Freilichtmuseum

Farbenprächtige Kostüme und schöne Melodien bestimmen die Oper „Die Zauberflöte“.
Farbenprächtige Kostüme und schöne Melodien bestimmen die Oper „Die Zauberflöte“.
Foto: Veranstalter
Was wir bereits wissen
Die Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ wird am 28. August im Freilichtmuseum Hagen aufgeführt. Bis zu 1500 Besucher werden an diesem Abend in der Selbecke erwartet.

Hagen-Selbecke.. Sie gilt als idealer Einstieg in die Opernwelt – und das für ­Kinder, Jugendliche und nicht ganz so Klassik-affine Erwachsene ­gleichermaßen. Mozarts „Zauberflöte“ punktet durch wunderschöne Arien und Duette sowie durch farbenprächtige Kostüme. Und als Freiluftveranstaltung könnte die Aufführung ein echtes Highlight des Hagener Kultursommers 2015 werden.

„Wir rechnen mit 1200 bis 1500 Besuchern“, erklärt Silvia Giesler selbstbewusst. Doch scheint die Sprecherin des Veranstaltungsbüro Paulis nicht hochzustapeln, sondern aus Erfahrung zu sprechen. Schließlich ist die Braunschweiger Agentur seit Jahren mit jeweils zwei Ensembles im ganzen Land unterwegs. Von Anfang Mai bis Ende September werden zwischen 40 und 60 Open-Air-Veranstaltungen gestemmt. „Und wir kommen gern zu Örtlichkeiten, an denen beim letzten Mal alles gut lief, zurück“, betont Giesler.

Der Weg zur Bühne ist kürzer geworden

Im Hagener Freilichtmuseum war Veranstalter Paulis schon einmal zu Gast, und zwar vor zehn Jahren mit der Aufführung der ­Verdi-Oper „Nabucco“. Damals seien mehr als 1000 Besucher ins Mäckinger Bachtal gekommen und die Atmosphäre sei fantastisch gewesen, erinnert sich Uta ­Wenning-Kuschel, Sprecherin des Freilichtmuseums.

Die Bühne stand im Bereich des Schmiedemuseums, genau wie heute. Allerdings ist die Freifläche durch die neue Gastronomie ­„Museumsterrassen“ mittlerweile ins Gesamt-Areal besser integriert. „Der Weg zur Bühne ist angenehm kurz und beleuchtet“, verspricht Wenning-Kuschel außerdem.

40 Solisten, Musiker und Chor

Am Freitag, 28. August, morgens um sechs Uhr rückt die Produktion rund um die Festspieloper Prag in der Selbecke mit Lastwagen an. Alles ist an Bord – Bühne, Bestuhlung, Licht- und Tonanlage. „Über 100 Personen wirken mit – darunter 40 Solisten, Chorsänger und Musiker sowie 60 Bühnenaufbauer, Techniker und Maskenbildner“, berichtet Silvia Giesler. Gegen 14 Uhr steht der komplette Aufbau, am Nachmittag findet die Generalprobe statt, um 20 Uhr beginnt das mystische Spektakel rund um die ­Königin der Nacht, Tamino und Pamina.

Zweieinhalb Stunden (inklusive Pause) agieren die Sänger und Musiker auf der Bühne. Gespielt wird auch bei Regen. „Zur Sicherheit können sich die Zuschauer Regencapes mitbringen; Regenschirme sind nicht erwünscht“, unterstreicht Giesler, beteuert jedoch, dass ihre Agentur eine hohe Schönwetter-Trefferquote habe.

Klassik im Sommer im Freien – das Besondere liegt auf der Hand: Eine eventuelle Hemmschwelle gibt’s nicht, es gibt keine starre Kleiderordnung, und die Krawatte kann getrost im Schrank hängen bleiben. „Wir erreichen auch Menschen, die man sonst nie oder nur selten im Theater antrifft“, resümiert Giesler, „erst recht mit einer so bekannten und leichten Oper wie der Zauberflöte.“