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Mercure Hotel Hagen

„Moderner Hotelier muss Gastgeber sein“

14.02.2012 | 18:01 Uhr
„Moderner Hotelier muss Gastgeber sein“
Leitet seit gut einem Jahr das Mercure Hotel im Wasserlosen Tal: Hotel-Direktorin Andrea Berger (35).

Hagen.Das erste Startinvest beläuft sich auf zwei Millionen Euro, doch dabei soll es nicht bleiben. Das Mercure Hotel im Wasserlosen Tal wird im ­großen Stil renoviert - und zwar von innen nach außen.

„Sukzessive wird das ganze Haus verschönert“, unterstreicht Hotel-Direktorin An­drea Berger, die in dem Vier-Sterne-Haus schon ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht hat (damals hieß es noch Queens-Hotel).

Irische Investoren

Zum Hintergrund: Vor gut einem Jahr - im Dezember 2010 - wurde das seit 1999 zur „Accor“ gehörende Mercure Hotel an die irischen Investoren Andrew Langwallner und Ronan Doran verkauft. Außerdem erwarb die „Langdor“-Hotel GmbH ein Mercure-Hotel in Hamm sowie eins in Lüdenscheid. Die Hauptgesellschaft Accor (zu ihr zählen u.a. auch Novotel und Ibis) fungiert nun als Franchise-Geber, „die Marke Mercure wurde im Franchise-Paket mitgekauft“, erläutert Andrea Berger.

„Da wir also unter Mercure weiter firmieren, hat sich auf den ersten Blick für den Gast nichts geändert, lediglich die Rechnungs-Adresse lautet jetzt ,Langdor’“, so die gebürtige Iserlohnerin, die als Hotelfachfrau - wie in der Branche üblich - einige Stationen vorzuweisen hat. U.a. war die heute 35-Jährige im Holiday Inn in Köln und im Novotel in ­Wuppertal beschäftigt. „2007 bin ich wieder im Hagener Haus, das ich immer als meine zweite Familie angesehen habe, gelandet, Ende 2010 wurde ich zur Direktorin ernannt.“

55 Mitarbeiter

Wie die 55 Mitarbeiter reagiert haben, als „Andrea“ plötzlich ihre Chefin war? „Die haben sich für mich gefreut und gesagt ,Na endlich’. Ich war ja vorher auch schon in der zweiten Führungsreihe tätig und betreute andere Häuser parallel mit.“

Wie sich eine Hotel-Direktorin von einem Hotel-Direktor unterscheidet? „Vielleicht hab’ ich als Frau etwas mehr Fingerspitzengefühl bei den Gästen und lege ein wenig mehr Wert aufs Ambiente“, formuliert Andrea Berger di­plomatisch. „Ein enger Kontakt zu Gästen und Mitarbeitern und häufige Präsenz sind mir wichtig. Als Hotelier verstehe ich mich als Gastgeber.“

Restaurant Felsengarten

Aber zurück zur mehreren Millionen Euro teuren Renovierung: Der Bar-Bereich wurde bereits dezent-modern umgestaltet, bis Juli werden alle 146 Zimmer peu à peu renoviert, im zweiten Halbjahr werden sich Experten das Restaurant Felsengarten „vorknöpfen“. „Ja, das Restaurant wird komplett neu gestaltet“, betont Berger, „vor allem ­wollen wir künftig hervor­heben, dass es sich um kein ­reines ­Hotel-Restaurant handelt, sondern in Restaurant und Bar auch externe Gäste will­kommen sind.“

Im nächsten Jahr werden dann Schwimmbad, Sauna und Solarium „veredelt“, und ein Fitnessbereich wird eingerichtet. „Insgesamt präsentieren wir uns künftig stärker als Business-Hotel“, so die 35-Jährige. Etwa drei Viertel der Mercure-Gäste sind Geschäftskunden, der Rest reist privat an. „Und am Wochenende - vor allem in den Sommermonaten - logieren bei uns auch zahlreiche Busgruppen, unter anderem aus Holland.“

Yvonne Hinz

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Kommentare
15.02.2012
13:29
„Moderner Hotelier muss Gastgeber sein“
von fantomias | #2

"Als Hotelier verstehe ich mich als Gastgeber.“

die erkenntnis des tages. hut ab.

15.02.2012
10:22
„Moderner Hotelier muss Gastgeber sein“
von sauerlandisse | #1

Die Renovierung ist dringend nötig, die Zimmer waren doch schon sehr in die Jahre gekommen. Wir übernachten dort ab und zu, wenn wir zu einer Veranstaltung in der Stadthalle wollen und ansonsten hat es uns gut gefallen.

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