Modellbaufans kommen zusammen

Dortmund..  Internationalität wird auf der Messe Intermodellbau auch in diesem Jahr großgeschrieben. 574 Aussteller aus 20 Länder sind bis Sonntag (19. April) in den Dortmunder Westfallenhallen vertreten. „Wir haben unsere Programmpunkte sowohl für Neulinge als auch für erfahrene Modellbauer weiter ausgebaut“, sagt die Hauptgeschäftsführerin der Westfallenhallen, Sabine Loos.

Der Trend zur Digitalisierung aller Lebensbereiche macht auch vor dem Modellbau nicht Halt. GPS-Sender, digitale Steuerung und Kameras gehören gerade im Flugmodellbereich längst zum Alltag. Richtiges Flugzeugfeeling versprechen Organisatoren am Freitag (17.April) und Sonntag (19. April) im Stadion Rote Erde. Hier werden deutsche und internationale Modellbauhersteller ihre neuesten Modelle demonstrieren. „Das Tagesprogramm ist gespickt mit Höhepunkten namhafter Deutscher Showpiloten“, sagt Ludger Katemann vom Deutschen Modellflieger Verband (DMFV).

Noch kleiner, noch feiner

Die Flugzeuge wie Boeing 747-400, MD 11, Boeing 727 und Ju 52 sind in der Halle 3B als Ausstellungsobjekte zu sehen. Ein Besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr dem Multikopter-Flug. Spezialisten am DMFV-Messestand werden den Besuchern die erforderlichen Grundlagen zur Technik vermitteln sowie die rechtlichen Voraussetzungen dafür, den Multikopter-Flug zu betreiben. Die kleinen Besucher können an zahlreichen Bastelaktionen mitmachen.

Im Schiffsmodellbau bleibt die Nachfrage nach bereits fertigen Modellen weiterhin groß. „Die Schiffsmodelle sind heutzutage in allen Größen und Preislagen zu bekommen“, betont Dieter Matysik, der Vorsitzende des Dachverbands der deutschen Schiffsmodellbauer Nauticus. Ein weiterer Trend sei die Entwicklung hin zu immer aufwendigeren Schiffsantrieben, wie beim beim Jet-Antrieb, einem Aggregat mit Rückstoßantrieb für hohe Geschwindigkeiten. Die Neuheiten im Schiffsmodellbau können die Besucher in der Halle 5 anschauen, so Matysik. Kinder können kreativ werden, zum Beispiel beim Basteln eines Mini-Boots aus Alltagsgegenständen.

Jede Lok einzeln steuern

Kleiner, aber feiner – so lässt sich die Entwicklung beim Eisenbahnmodellbau auf den Punkt bringen. „Nicht jeder hat die Möglichkeit, eine große Anlage bei sich zu Hause unterzubringen“, sagt Siglinde Dinkelacker vom deutschen Modellbahnverband (MOBA). Deshalb setzt der Verband in diesem Jahr auf eher kleinere Bahnmodelle. Die Digitalisierung nimmt auch beim Eisenbahnmodellbau einen breiten Raum ein. Der Vorteil eines Digitalantriebs sei, dass jede Lokomotive unabhängig von anderen angesteuert werden kann.