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Beim Poetry Slam in der...

Mit fixem Geist und flinker Zunge

22.07.2009 | 17:32 Uhr

Wehringhausen. Beim 11. Poetry Slam im Pelmke gab es Geistreiches, Lustiges und Skurrilles aus der Welt von Hobbyliteraten zu hören.

 Über Jean Baptiste de Terre Pomme Pomme de la mer und Unmut, eine Kartoffel, die an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, den Friedensnobelpreis gewinnt und am Ende doch nur wieder eine Kartoffel ohne Stärke ist, berichtete Marion Adam aus Köln am Samstagabend im Kulturzentrum Pelmke. Der 18- Jährige Marion Adam war einer von 10 Teilnehmern des Poetry Slams.

Hagen-Wehringhausen. Beim Poetry Slam hatten junge (literarische) Talente die Gelegenheit ihr Können vor dem Pelmke-Publikum zu präsentieren. Die Themenpalette reichte dabei vom kleinen Schulmädchen "Anna" bis zu Kartoffeln mit Persönlichkeitsstörungen. Die Pelmke war an diesem Abend ausverkauft. im Bild: Teilnehmer Mario Adam aus Köln WP-Foto: Florian Hückelheim

Eine Menschenschlange ist vor dem Eingang des Kulturzentrums in Wehringhausen zu sehen. Zum fünften Mal war der Poetry Slam ausverkauft. Jung und Alt sind gekommen, um sich die Texte der Künstler anzuhören und zu bestimmen, wer als Sieger nach Hause fährt. Sechs Minuten hat jeder der Slammer Zeit, seine mal mehr , mal weniger poetischen Texte vorzutragen. Teilweise skurille Themen, wie über die an Persönlichkeitsstörungen leidende Kartoffel, oder Lustiges über die Teenager von heute werden vorgetragen und bringen das Publikum zum Lachen. Aber auch kritische oder sehr emotionale Texte sind dabei.

Teilnehmerin Almut, sie reiste aus Wetzlar an WP-Foto: Florian Hückelheim

Die Zuschauer sind begeistert, nicht nur davon, worüber sich die jungen Leute Gedanken machen und das in ihren Texten preisgeben, sondern auch wie sie es vortragen. Besonders begeistern konnte Marion Adam aus Köln mit seiner perfekten Synchronisierung der türkischen beziehungsweise französischen Kartoffel. Aber auch Almut, die mit Krücken, auf die Bühne humpelte, brachte das Publikum mit ihrem Text über die kleine Anna zum Lachen.

„Das ist eine intelligente, kulturelle Veranstaltung. Ich werde immer wieder kommen”, lobt Andreas von Ganski. Und auch Martina Krause und Annette Mertens, die bereits zum zweiten Mal bei einem Poetry Slam in Hagen dabei sind, sind beeindruckt von den Wortakrobaten. „Die Teilnehmer sind zwar alle sehr unterschiedlich, aber alle sehr gut. Schade, dass immer welche ausscheiden müssen”.

Mit seinen kritischen, aber lustigen Geschichten gewann Florian Cieslik schließlich den 11. Poetry Slam. Neben den Künstlern sorgte auch Moderator Mark Oliver Schuster, besser bekannt als Katze, mit seiner lockeren, sympathischen Art und vor allem seinen Katzengeschichten dafür, dass auch dieser Dichterwettstreit wieder eine rundum gelungene Veranstaltung war.

Rebecca Engelbert

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