Mini-Großprojekt

Ein Großprojekt sollte es nicht werden, eher eine „Mal-eben“-Aktion. Von wegen . . .

Mein Haus wurde schon vor eineinhalb Jahren frisch gestrichen, der Vorgarten bzw. -platz aber erst vor ein paar Tagen umgestaltet. Nur ein schmaler Streifen am ­Sockel des Gebäudes musste jetzt noch vom vormals fiesen Grün-Ton in ein dezentes Grau ungestrichen werden. Kein Problem – Ersatzfarbe hatte uns der nette Maler vorsorglich abgefüllt. Ganz simpel, wie früher, in Einmachgläsern. Und daran scheiterte mein „kurz mal eben Nachstreichen“ auch beinahe, denn ich bekam den Deckel nicht vom Glas geschraubt.


Aber wofür hat man einen Nachbarn mit großen Händen? Eberhard schien das Glas nur zu berühren, und schon gab sich der Deckel geschlagen. Auch sein Industriestaubsauger (schließlich sollte der Wandstreifen staubfrei sein) war klasse, die Schnur allerdings verflixt kurz. Aber irgendwo auf dem Dachboden oder im Keller hatte ich doch noch eine Verlängerungsschnur . . . Die Sucherei begann. Und war erfolgreich. Wie auch die Pinselei im Anschluss.


Wie lange mich das Mini-Großprojekt beschäftigt hat? Fragen Sie nicht. Aber der schmale Sockelstreifen ist bildschön. Ehrlich.