Millionen-Investition für Wehringhausen
18.05.2010 | 17:42 Uhr 2010-05-18T17:42:00+0200
Wehringhausen.Die GWG hat am Dienstag mit dem Abriss von 16 Häusern aus den 50er Jahren an der Eugen-Richter-Straße 43-73 begonnen. Anstelle der Altbauten plant die Wohnungsgesellschaft ein modernes Wohnensemble.
Die 62 komfortablen, barrierefreien Wohnungen und sechs rund 125 Quadratmeter großen Reihenmietshäusern sollen im Jahr 2012 bezugsfertig sein. Die alten Wohnungen waren laut GWG-Geschäftsführer Christoph Rehrmann nicht mehr zeitgemäß und nicht wirtschaftlich zu sanieren. In acht bis zehn Wochen soll die alte, marode Häuserzeile verschwunden sein.
Zwölf Millionen Euro für Abriss und Neubau
Mit Zuschnitt und Ausstattung früherer Jahrzehnte sind Wohnungen kaum zu vermieten. Die alten Wohnungen an der Eugen-Richter-Straße waren zu klein, im Schnitt 52 Quadratmeter, die Grundrisse genügten nicht heutigen Ansprüchen: „In kleinen Zimmern und Durchgangsräumen will keiner mehr wohnen“, erklärt Rehrmann, „selbst Singles möchten 60 bis 70 Quadratmeter, großzügige Grundrisse und einen Balkon oder eine Terrasse.“ Außerdem waren die alten Wohnungen nur über Treppen zu erreichen. In den Neubauten wird es Aufzüge geben. Die Kosten für eine Sanierung hätten die Neubaukosten übersteigen, so Rehrmann. „Das ist für uns eine Investition in die Zukunft. Und die ist nicht nur für uns, sondern auch für Wehringhausen wichtig“, ist er sich sicher. Zwölf Millionen Euro investiert die GWG.
Mieten 80 Prozent rauf, Heizkosten sinken erheblich
Die Mieter der Wohnungen Eugen-Richter-Straße 43-73 mussten deshalb in den vergangenen Monaten ihre Wohnungen räumen und wurden mit Unterstützung der GWG umgesiedelt. „Wir haben den Leuten nahegelegt“, so Rehrmann, „keine Provisorien zu suchen, da Abriss und Neubau mindestens zwei Jahren dauern wird.“ Den ehemaligen Mieter der Abrissimmobilien wurde ein erstes Zugriffsrecht auf die neuen Wohnungen zugesichert. Doch die Modernisierung hat ihren Preis. Der alte Quadratmeterpreis von rund 4,50 Euro werde nicht zu halten sein. Mieter der neuen Wohnungen, die eine Fläche von 60 bis 110 Quadratmetern haben werden, müssen mit bis zu 80 Prozent höheren Mietkosten rechnen. Der Quadratmeterpreis soll zwischen 7,80 und 8 Euro liegen. Dafür, erläutert Rehrmann, sollen in den neuen Einheiten die Heizkosten deutlich geringer sein. Die Neubauten sollen nach dem Standard von Passivhäusern errichtet werden. Das heiß, es wird mit einer 80 bis 90prozentigen Reduzierung der Heizkosten gerechnet. Die Häuser werden über eine Erdwärmepumpe geheizt; die Beheizung der Wohnungen wird also unabhängiger von der Kostenentwicklung auf dem Energiemarkt.
Der Abbruch der Häuser an der Eugen-Richter-Straße wurde um einige Wochen vorgezogen, da sich in den vergangenen Tagen immer wieder Buntmetalldiebe in den verlassenen Häusern zu schaffen machten und z.B. Kupferrohre aus den Wänden zogen. „Wir mussten handeln“, sagt Rehrmann, „bevor die Leute uns das bisschen Wert, das noch in den Häusern ist, wegnehmen
09:48
Eine sehr gurte Aktion der GWG, da könnten sich Wohnungsgesellschaften wie der Wohnungsverein mal eine dicke Scheibe von Abschneiden, Wenn ich mir die Wohnungsgrundrisse der Wohnungen vom Wohnungsverien anschaue, frage ich mich oft, was Kinder verbrochenhaben, dass man sie in ein 2,50x3,00m kleines Kinderzimmer stecken soll! Für Familien mit Kindern sind die meisten Wohnungen vollkommen ungeeignet.
Das was an Wohnungen im Internet veröffentlicht wird, ist eine Zumutung. Eine Gefängniszelle ist größer!
13:42
selbst Singles möchten 60 bis 70 Quadratmeter, großzügige Grundrisse und einen Balkon oder eine Terrasse Na dann hoffe ich mal nur, das auch das Sozialamt ein Einsehen hat und sowas finanziert wenn H4 droht.
11:45
Wunderschön, das klingt ja alles höchst modern; da freue ich mich schon auf den Anblick der neuen Wohnlandschaft. Bleibt nur zu hoffen, dass die Anwohner auf der anderen Seite der Straße den Baulärm ertragen können …