Mietern liegt seit 2012 Kündigung vor

Die wesentlichen Marksteine des juristischen Ringens um die Räumung des rosafarbenen Hauses auf einen Blick:
2 0. August 1994: Hausbesitzer Prof. Dr. Thomas Wolff schließt mit der Familie einen Mietvertrag über die Wohn- und Gewerbeimmobilie am Ennepe-Ufer ab.
6. August 2012: Wolff kündigt das Mietverhältnis wegen offener Mietzahlungen fristlos.
2. April 2013: Die Stadt, im Rahmen eines Enteignungsverfahrens inzwischen federführend, fädelt eine Räumungsklage ein, weil die Familie das Grundstück zu Unrecht in Besitz habe und dieses nicht räume.
11. Juli 2013: Die Stadt reicht eine Räumungsklage beim Amtsgericht ein.
21. November 2013: Das Amtsgericht leitet den Fall zuständigkeitshalber an das Landgericht weiter.
3. Februar 2014: Ein Anwalt der Familie schlägt einen Vergleich mit einer Entschädigung über 40 000 Euro vor. Das Geschäft scheitert, weil, so die Mieter, die Räumungsfristen zu knapp bemessen sind.
2. April 2014: Die Stadt (seit November 2013 offiziell Eigentümerin der Immobilie) stellt beim Landgericht einen Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung, dass die Familie das Grundstück zu räumen und herauszugeben habe.
28. April 2014: Das Gericht folgt dem Eilantrag der Stadt – die Weigerung der Familie sei verbotene Eigenmacht.
12. Juni 2014: Das Landgericht Hagen lehnt den Widerspruch der Familie ab – die Stadt habe im Hinblick auf den erheblich gestörten Bauablauf bei der Bahnhofshinterfahrung ein berechtigtes Interesse an der Räumung. Die Familie ruft das OLG an.
30. Juni 2014: Das OLG Hamm hebt die Zwangsvollstreckung bis zum Erlass eines endgültigen Landgericht-Urteils auf. Die Hammer Richter sehen in der Sache keine Eilbedürftigkeit.
16. Oktober 2014: Das OLG verweist den Fall aus formaljuristischen Gründen zurück ans Landgericht: Die Bezirksregierung habe es versäumt, die Enteignungsverfügung an alle Mieter zuzustellen.
22. Januar 2015: Das Landgericht Hagen formuliert ein weiteres Vergleichsangebot über 20 000 Euro, was gestern von den Mietern abgelehnt wird.