Mensa der TU Dortmund wieder ohne Bewachung

Dortmund..  Die Mensa der TU Dortmund hat ein wenig ihre Unschuld verloren, aber Sicherheitskräfte wachen nicht länger über die Mittagspause von Studierenden und Uni-Angestellten. Wegen der zunehmenden Zahl an Taschendiebstählen in der Uni-Gastronomie hatte das Studentenwerk als Betreiber Ende November einen Security-Dienst eingesetzt. Die Maßnahme sei ein Test gewesen und nun abgeschlossen, teilte eine Sprecherin mit. Die Sicherheits-Profis hatten sich zunächst in Uniform gezeigt, um Aufmerksamkeit für die Aktion zu wecken, dann führten sie ihren Dienst in Zivil aus. Bei bis zu vier Diebstahlmeldungen pro Tag und einer hohen vermuteten Dunkelziffer hatten die Gastronomie-Betreiber die Reißleine gezogen und Profis engagiert. Das auch, um dem Personal den Rücken zu stärken. Denn laut Christian Puslednik, Leiter der Gastronomischen Betriebe, wurde immer wieder auch Essen in größeren Mengen eingesteckt ohne zu zahlen, gegen mehrere Personen wurde Anzeige erstattet. Den Angestellten sei es nicht zuzumuten, die Diebe festzuhalten, so Puslednik. Im Saal verschwanden haufenweise Laptops, Smartphones und Geldbörsen. Das Gefühl, an der Uni „unter sich“ zu sein, verleitete Studierende teilweise zu Leichtsinn und machte es Langfingern leicht. Beamte seien an der Uni regelmäßig vor Ort.

Gäste für das Thema sensibilisiert

Freigang rät zu den üblichen Vorsichtsmaßnahmen. „Während der Testphase sind die Meldungen über Diebstähle deutlich zurückgegangen“, sagt Petra Mikolajetz vom Studentenwerk. „Wir führen dies auch darauf zurück, dass die Gäste für das Thema sensibilisiert wurden.“ Die Studierenden hätten positiv auf die Security reagiert und Verständnis gezeigt. „Das eingesetzte Personal vermittelte ein Gefühl von Sicherheit“, so Mikolajetz. Allerdings waren einige Gäste auch betroffen durch die Maßnahme, wie Anastasios Topsinogloi: „Dass an der Uni Security gebraucht wird, ist kein schönes Bild.“ Auf absehbarer Zeit will das Studentenwerk auf Bewacher verzichten.