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Rudi Kraushaar engagiert...

Mehr als ein halbes Jahrhundert in der Chor-Chefetage

09.04.2008 | 19:03 Uhr

Breckerfeld. Fünf Jahrzehnte ehrenamtliche Vorstandsarbeit: Das ist eine Leistung, auf die nicht allzu viele Menschen verweisen können.

Beim MGV Bergeshöh Zurstraße ist so eine Ära jetzt zu Ende gegangen: Rudi Kraushaar hat sich nach 51 Jahren aus der „Chefetage” des Chors verabschiedet.

1954 war er als 18-Jähriger zur Bergeshöh gestoßen. Damals hatten die Sänger gerade das 50-jährige Vereinsbestehen vor der Brust, und als die Vorbereitungen 1957 ihren Höhepunkt erreichten, stieg Kraushaar ein ins Vorstandsboot. Daran erinnerte Vorsitzender Günter Hahn in der Jahreshauptversammlung - „und an das 75-Jährige dann können sich hier schon sehr viele erinnern”, bemerkte er mit einem Blick in die Runde: „Auch daran war Rudi federführend beteiligt.” Und als die Bergeshöh schließlich vor ihrem 100. Geburtstag stand, ließ er seine Sangesbrüder weiterhin nicht im Stich. „Vieles hat er aufgebaut”, schrieb Hahn dem langjährigen Kassierer ins Stammbuch, seien es die Sommerfeste, der musikalische Sonntag oder andere Veranstaltungen, Kraushaars Devise sei immer gewesen, „wir können singen - und wir müssen singen, um Geld zu verdienen.” Jetzt aber gab er die Verantwortung aus der Hand: Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Joachim Thomas, Stellvertreter bleibt Helmut Clever. Auch der Posten des Vize-Vorsitzenden war neu zu besetzen: Jürgen Fellmann stellte das Amt zur Verfügung, weil er mit der Halle genug zu tun habe. Neu besetzt wurde die Stelle mit Rüdiger Mandt, 40 Jahre, seit 23 Jahren Sänger der Bergeshöh. Und weil Dieter Hahn sich auf die Arbeit als Archivator konzentrieren will, musste auch ein 2. Schriftführer gewählt werden: Dieses Amt übernahm Peter Oelke.

1. Schriftführer Joachim Ham ließ das abgelaufene Jubiläumsjahr Revue passieren mit dem Festwochenende im September als Höhepunkt: Per Fernsehübertragung sei ein Part davon sogar weltweit zu sehen gewesen. „Insgesamt war das eine rundum gelungene Sache auch dank der Mithilfe unserer Frauen und der örtlichen Vereine.”

Zum letzten Mal gab Rudi Kraushaar in der Versammlung den Kassenbericht ab und nannte gewaltige Zahlen an Ein-, aber auch an Ausgaben allein bei der Jubelfete. Dennoch: „Wir sind ein gut aufgestellter Chor, unsere Musikbeiträge werdden vom Publikum anerkannt und wir haben auch junge Leute im Verein”, zog Vorsitzender Hahn ein positives Resümmee. Zur Unterstützung des viel gelobten Chorleiters Heinz-Martin Schmitz sollen nun Siggi Kohlmeier, Siggi Hahn und Joachim Augner auf Seminaren zu Vize-Dirigenten ausgebildet werden.

Mehr als ein halbes Jahrhundert in der...

Annette Siebert

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