Mehr als 300 Fahrer erleben Motorsport im Kart

Spannende Rennen auf der Bahn von Betreiber
Spannende Rennen auf der Bahn von Betreiber
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Motorsport hautnah erlebten mehr als 300 Fahrer auf dem Motodrom Hagen. Beim WP-Kartcup setzten sich die Teams für den guten Zweck ins Kart.

Selbecke.. Ob die Entscheidung letztlich am Donnerbalken in der Boxengasse gefallen ist, lässt sich kaum klären. Tatsache aber ist: Beim 10. WP-Kartcup in der Selbecke setzte sich am Ende erstmals der Hagener Automobilclub durch. Christopher Lull, Lucas Müller, Pascal und Marcel Brandenburg. Weil sie auf der Strecke die Schnellesten waren und weil es ihnen gelungen war, drei Nägel in atemberaubender Geschwindigkeit in einen Holzbalken zu hämmern und so möglichst wenig Zeit zu verlieren.

Denn das war neu bei der zehnten Auflage des Jedermann-Wettbewerbs auf dem Motodrom von Achim Beule in der Selbecke: Erstmals gab es einen Wettbewerb am Rande der Strecke, der in das Rennen eingebunden wurde. „Damit wollen wir deutlich machen“, so Bahnbetreiber Achim Beule, „dass der Spaß im Vordergrund steht.“

Waldbrandgefahr gebannt

Den hatten auf jeden Fall die Breckerfelder Burnout Brothers, eine Truppe, die den Nagel auch beruflich häufiger auf den Kopf trifft. Allerdings konnten die Dachdecker ihre Vorteile am Hammer nur kurzfristig in wertvolle Sekunden umsetzen – dann spülte ein technischer Defekt die Truppe nach hinten.

Alles erlebt hat auch Alexander Zimmer. Der Feuerwehr-Mann ist einer derjenigen, die bei allen Kartcups am Steuer gesessen haben. In Erinnerung geblieben sind ihm vor allem die alljährlichen Wetterkapriolen. Mit Blick auf einen ausgedehnten Regenguss meinte er: „Seit Wochen haben wir wegen der Trockenheit Waldbrandstufe drei. Aber beim Kartcup kann man als Feuerwehrmann beruhigt fahren. Bei Niederschlag droht kein Waldbrand mehr.“

Schnelle Erzieherinnen

Gerne wieder ins Kart gestiegen wäre auch „Fahrschüler“ Andreas Hübscher. Allerdings hatte ein Bagger am Vorabend seinen Fuß ramponiert. Mit riesiger Schiene humpelte er trotzdem durch die Boxengasse. Um zu sehen, was seine Teamkollegen so auf die Strecke zaubern.

Auf der gaben auch die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Römershof Gas. Leiterin Christina Seeberger selbst war beim Qualifying für das Team ins Kart gestiegen, das eigentlich im Damen-Rennen antreten wollte. Leider hatten nicht genug Frauen gemeldet. Und so traten die vier Frauen (wie einige andere auch) in der männerdominierten Mixed-Konkurrenz an. Und schlugen sich tapfer. Für guten Überblick mit großer Klappe sorgte Moderator Sven Söhnchen. „Der plant ein Team Jamaika fürs nächste Jahr“, frohlockte der SPD-Ratsherr, als er den CDU-Vorsitzenden Christoph Purps in der Box erblickte.