Mehr als 2000 Besucher bei Waldtag in Freilichtmuseum Hagen

So kann man einen „Waldarbeiter“ einmal ganz hautnah erleben: Diplom-Forstwirt Patrick Thomas (r.) ermöglicht Besuchern einen Ritt  mit seinem Rückepferd.
So kann man einen „Waldarbeiter“ einmal ganz hautnah erleben: Diplom-Forstwirt Patrick Thomas (r.) ermöglicht Besuchern einen Ritt mit seinem Rückepferd.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Der „Waldtag“ findet alle fünf Jahre statt und lockte bei Sonnenschein und blauem Himmel am Sonntag mehr als 2000 Besucher ins Freilichtmuseum.

Hagen.. „Der Fuchs ist am flauschigsten!“ Da waren sich alle Kinder einig. Dicht gedrängt standen sie vor einer Art Marktwagen und fühlten die verschiedenen Felle von Tieren aus dem Forst.

Die rollende Waldschule der Kreisjägerschaft war gestern eines der vielen Highlights im Mäckingerbachtal. Das Freilichtmuseum hatte nämlich zum Start der neuen Saison ein besonderes Programm vorbereitet. Der „Waldtag“ findet alle fünf Jahre statt und lockte bei Sonnenschein und blauem Himmel am Sonntag mehr als 2000 Besucher nach Eilpe.

Einblick in die Waldbewohner im Freilichtmuseum

Dabei warteten entlang des Tals vielfältige Stationen, die das Thema Wald aus verschiedenen Richtungen in den Blick nahmen. Vor der Gelbgießerei bot etwa der Regionalverband Ruhr (RVR), größter kommunaler Waldbesitzer in Deutschland, Einblicke in die Welt der kleinen Waldbewohner. In zwei großen Glasbecken konnten die Besucher dem hektischen Treiben zahlreicher Waldameisen, die wie Tausende dunkelroter Punkte durch das Becken huschten, aus der Nähe zuschauen. Ein interessanter Anblick, der viele Zuschauer zum Griff zur Kamera einlud.

Daneben gab es die Möglichkeit, beim Holzbrennen selbst kreativ zu werden. Dabei kamen besonders die kleineren Besucher beim Waldtag auf ihre Kosten, durften sie doch auf Holzbrettern ihre eigenen Kunstwerke gestalten und dann sogar als Andenken mitnehmen.

Kreativität und künstlerische Programm beim Waldtag

Um Kreativität ging es auch in der Portefeuillewerkstatt des Freilichtmuseums. Diese wurde kurzerhand zum Atelier für Tiermalerei. Wem das filigrane Zeichnen mit dem Stift nicht genügte, der konnte sich zur Sägemühle begeben. Schon von weitem kündigte das röhrende Motorengeräusch einer Kettensäge grob an, was den Besucher dort erwarten würde.

Vor dem offenen Eingang zur Sägemühle stand ein großer Baumstamm, der mit viel Geschick einer Holzkünstlerin bearbeitet wurde. So verwandelte sich der knapp ein Meter hohe Block Hieb für Hieb in die Skulptur eines Eichhörnchens, das eine Nuss in seinen Pfoten hielt.

Neben den künstlerischen Programmpunkten zeigte das Freilichtmuseum viele weitere Facetten des Waldes. So konnten die Besucher an diesem Sonntag auch einen Einblick in die Welt der Jagd bekommen. In der warmen Mittagssonne wurden zunächst vor der Museumsterrasse Jagdgebrauchshunde in Aktion gezeigt, bevor die Jagdhornbläser verschiedene Tonfolgen aus der Praxis, wie etwa das Signal für erlegtes Hochwild, präsentierten.

Selbst aktiv werden

Als am Waldrand oberhalb der Schmiede das mobile Sägewerk samt Forstarbeit mit dem Rücke-pferd vorgeführt wurde, geriet auch die wirtschaftliche Seite in den Blick. Daneben zeigten Fliegenfischer, Schmiede oder Köhler den Besuchern ihr Können. Bei all den Präsentationen blieb trotzdem noch genug Raum, um selbst aktiv zu werden. Besonders die Kleinen hatten ihren Spaß bei der Kletterstation, der Fühlkiste vom Naturschutzbund oder dem Bogenschießen neben der Seilerei.

„Die Pferde und die Fühlkiste haben unseren Töchtern am besten gefallen“, erzählt Daniela Clausius aus Ennepetal und erntete prompt zustimmendes Nicken von den beiden. So konnte das Freilichtmuseum schließlich auf zufriedene Gäste zurückblicken, die an diesem Tag sicherlich auch viel Neues über den Wald und darüber hinaus gelernt haben.