Mehr als 100 Flüchtlinge kommen heute nach Hagen

Mehr als 100 Flüchtlinge kommen heute nach Hagen. Die Menschen – zum Teil ganze Familien – stammen aus dem Kosovo, einem Land, das zwischen Albanien, Mazedonien und Serbien liegt. Der Kosovo als Staat ist noch nicht sehr alt. Er ist auch noch nicht von allen anderen Ländern anerkannt.

Die Armut im Kosovo ist in Teilen sehr groß. Viele Menschen sind auch mit dem politischen System nicht einverstanden und verlassen das Land. Um nach Deutschland zu kommen, bezahlen sogenannte Schleuser – Menschen, die ihnen bei der illegalen Einreise helfen. Ob die Kosovaren allerdings länger in Deutschland bleiben dürfen, ist sehr umstritten. Ein Recht auf Asyl haben nur Menschen, die ihren Herkunftsländern als politisch verfolgt gelten. Daneben gibt es spezielle Regelungen für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie Syrien.

Die Stadt Hagen, die bereits 680 Flüchtlingen aus den verschiedensten Ländern eine Unterkunft bereit stellt, hat große Probleme, jetzt auch noch den Menschen aus dem Kosovo Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Für so viele Flüchtlinge, die gleichzeitig kommen, gibt es keinen Wohnraum. Deshalb müssen die Menschen aus dem Kosovo jetzt in eine Turnhalle, die Karl-Adam-Halle in Vorhalle ziehen. Schulkinder können die Halle deshalb nicht mehr nutzen. Auch viele Sportvereine in Vorhalle können dort nicht mehr trainieren. Foto: dpa