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Handyfilm-Festival clip:2

"Medienkunst reinsten Wassers"

12.11.2009 | 17:04 Uhr
"Medienkunst reinsten Wassers"

Am kommenden Freitag wird vor dem Kunstquartier der Rote Teppich ausgerollt. Denn dann steigt die Siegerehrung des von der Westfälischen Rundschau präsentierten zweiten Handyfilm-Festivals „clip:2”.

„Das Museum ist der richtige Ort für die Präsentation und Prämierung der Filme”, betont Dr. Alexander Klar vom Emil-Schumacher-Museum. Viele der insgesamt 32 Beiträge rechtfertigen zudem den prominenten Veranstaltungsort. „Das ist Medienkunst reinsten Wassers”, so Klar.

Clip 2 Handyfestival 2009

Auch Dirk Hannusch vom Fachbereich Jugend und Soziales ist begeistert. „Es sind wieder cineastische Leckerbissen dabei”, verspricht er. „Es gibt Surreales, Sozialkritisches, Trickfilme und mehrfach Beiträge, die sich um Schumacher drehen.” Offenbar hat sich dieses Festival schon im zweiten Jahr etabliert. „Ich wurde mehrfach auch von Menschen auf clip:2 angesprochen, die nicht aus Hagen kommen. So viel Aufmerksamkeit wird nicht jeder Veranstaltung in Hagen zuteil”, sagt Dr. Bernhard Kühmel, Leiter des Rahel-Varnhagen-Kollegs.

Im vergangenen Jahr waren die Organisatoren an den Start gegangen, um einen Gegenpol zum verbreiteten „Happy Slapping” zu schaffen. Handyfilme sollten zur Kunstform erhoben werden, um so dem Missbrauch der Technik, etwa auf Schulhöfen, entgegenzuwirken. Dieser Anspruch ist natürlich noch immer vorhanden, aber in den Hintergrund gerückt.

Im Vordergrund steht nun die Kunstform. „Die Beiträge zeigen, dass die Jugendlichen sich mit Hagen auseinandergesetzt und ernsthaft recherchiert haben”, so Hannusch. Die Ergebnisse werden im Kunstquartier zu sehen sein. Übrigens nicht nur am Festivalabend. Noch eine Woche lang werden die Beiträge in einer Endlosschleife von außen zu sehen sein. Sie sollen an die Wand unter der Treppe des ESM projiziert werden. Für Dr. Klar eine Selbstverständlichkeit. „Schließlich sollen in einem Museum nicht nur Bilder an den Wänden verstauben”, so Klar. „Wir wollen auch lauter neue Hagener Künstlerinnen und Künstler hervorbringen.” Die Aspiranten werden am 20. November über den Roten Teppich schreiten. . .

Björn Josten

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