Marscheider lässt Kulturtempel im Närrischen Reichstag wieder aufleben
18.03.2008 | 15:17 Uhr 2008-03-18T15:17:00+0100
Mit einer großen Überraschung warteten am Dienstag Hans-Otto Marscheider und Ralf Mehlmann auf. Doch es ging nicht um Politik bei dem Treffen mit dem Fraktionschef und dem Fraktionsgeschäftsführer von Bürger für Hagen.
Es ging um Kultur. Marscheider und Mehlmann, mit ihren politischen Ämtern offenbar nicht ausgelastet, gehen wieder mit dem legendären Kulturzentrum Tor 2 an den Start. Und zwar im Närrischen Reichstag, dem ehemaligen Pumpenhaus von Elbersdrucke zwischen Cinestar und Musikschule. „Ich hatte einfach wieder Lust auf ein Kulturzentrum,” begründet Marscheider den Neustart. Neun Jahre lang, bis 2005, gab es den Musentempel Tor 2 an der Eilper Straße. Am 4. April startet nun das neue Tor 2. Nicht mehr in der Schlosserhalle, sondern in dem historischen Bauwerk an der Volme, das bisher von Udo Walpert und der Großen Hagener Karnevalsgesellschaft genutzt wurde. „Die GHK will kürzer treten und hat mich angesprochen”, erzählt Marscheider, „und wir haben ja gesagt.” Wir, das ist die neu gegründete Tor-2-GmbH, bestehend aus Marscheider und Mehlmann. Die GHK wird weiterhin ihre Karnevalsveranstaltungen im Reichstag durchführen und vermietet das Gebäude, das sie von der Stadt gepachtet hat, an die Tor-2-Gesellschaft. Knapp 200 Besucher passen ins Tor 2. Die Bandbreite der Veranstaltungen ist für Marscheider fast grenzenlos. Vom Kabarett über Musik bis zu Diskussionsveranstaltungen kann er sich alles vorstellen. Ab Herbst soll wieder das bekannte Pikkolo-Frühstück mit Musik auf dem Programm stehen, das sich an der Eilper Straße Sonntagmorgens großer Beliebtheit erfreute. Marscheider: „Bei allen unseren Veranstaltungen wird es natürlich Getränke und auch etwas zu essen geben.” Derzeit ist er noch in Verhandlungen mit verschiedenen Caterern, die fürs Essen und den Service sorgen sollen. Der Getränkeverkauf geschieht in Eigenregie. Bis zum Start am 4. April wird der Närrische Reichstag noch ein wenig renoviert. Zum Einsatz kommt eine mobile Bühne, Licht- und Musiktechnik ist vorhanden. „Wir werden das Nichtrauchergesetz konsequent befolgen”, kündigt Marscheider an. „Draußen wird eine Raucherecke eingerichtet.” Er verspricht sich viel von der Lage des neuen Kulurzentrums direkt neben Hagens Partymeile, den Elbershallen mit ihrem vielfältigen Musik-, Event- und Gastro-Angebot. „Da passen wir hervorragend dazu, Konkurrenz belebt in diesem Fall sicherlich das Geschäft.” So will Ralf Mehlmann ab dem 16. April jeweils samstags den Tor-2-Rock-Club eröffnen. Der ehemalige Schlagzeuger: „Im Fun Park wird Techno und ähnliches gespielt, aber das Rock-Angebot in Hagen ist mäßig.” Deshalb der Rock-Club. Immer samstags von 22 bis 4 Uhr. Der Eintritt (ab 18 Jahre) ist kostenfrei, es gibt einen Mindestverzehr von 6 Euro. DJ Dondera spielt Rock, Croos-Over New Rock oder Nu-Metal. Wie in der Vorzeit kann das Tor 2 auch privat oder von Vereinen gemietet werden. „Für kleines Geld”, verspricht Hans-Otto Marscheider. Eins hat er sich fest vorgenommen. Das alte Tor-2-Tor von der Eilper Straße wird wieder aufgebaut. Und zwar an der Zufahrt zum Hof vor dem neuen Tor 2.
08:27
Also ich finde das Klasse, endlich kommt ein bisschen mehr Leben nach Hagen...
Danke an Herr Marscheider und Herr Mehlmann