Mangelnde Daten und fehlendes Geld
02.04.2008 | 18:18 Uhr 2008-04-02T18:18:00+0200Ein weites Feld: das Thema Integration. Damit beschäftigte sich gestern der Seniorenbeirat.
Im Bereich Integration ist zwar in Hagen über Jahre viel passiert in Förderbereichen und Projekten, aber die Bedürfnisse und Probleme der älteren bis alten Migranten rücken nur ganz langsam in den Focus der Betrachtungen. Und auch und gerade Migranten sind von Altersarmut bedroht.
Der erste Ansatz eines Kommunalen Integrationskonzeptes mit einem Kapitel über Senioren-Belange wurde gestern als erstem Gremium dem Seniorenbeirat vorgestellt. Und der mochte es nach lebhafter bis heftiger Diskussion nur als „ersten Schwung” und „entwicklungsbedürftig” betrachten - bei aller lobenswerten Arbeit von Seiten der Verwaltung. Vor allem Fritz-Otto Thielmann sagte in der Diskussion über das Papier deutliche Worte darüber, was die Umsetzung von Vorschlägen betrefft: „Die Finanzierung ist überhaupt nicht gesichert. Und es gibt keine Koordinierung in der Verwaltung” - auch eine Frage von Geld. Ein Problem bei der Konzeptentwicklung zur Integration sei die Datenlage, hieß es von mehreren Seiten im Beirat. Da gebe es zum Beispiel keine gesicherte Statistik zur Zahl der deutschstämmigen Übersiedler oder der Migranten, die inzwischen einen deutschen Pass bekamen. Außerdem bestehe das Problem, so mehere Redner: „An gewisse Personenkreise kommt man nicht ran.”
18:33
Seit Jahrzehnten werden mittlerweile Milliarden DM/Euro in irgendwelche Integrationsprojekte gepunkt. Den Erfolg sehen wir auf der Straße - und in den Medien.
Die Integrationspolitik ist gescheitert. Neue Konzepte sind gefragt, nicht alte Hüte wie die sinnlose Senioren-Integration. Der überwiegende Teil der Sensioren-Migranten hat sich in den vergangenen Jahren um keine Integration bemüht. Sie werden auch jetzt nicht aktiv.