„Lustig ist die Jägerei“ in den Heimatblättern

Hohenlimburg..  „Lustig ist die Jägerei“: So heißt die Überschrift des dreistrophigen Schützenmarsches, den Robert Zündorf in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dem Hohenlimburger Schützenverein widmete.

Das Titelbild des Februarheftes der „Hohenlimburger Heimatblätter“ und auch eine Innenseite zeigen den Mörike-Text, die Zündorfschen Noten und die Grafik des bekannten Hagener Künstlers Slavos.

Der Leser des reich bebilderten Artikels von Wilhelm Bleicher über Robert Zündorf merkt sehr schnell, dass der gebürtige Hagener (1896-1943), der in einer Oktober-Nacht beim ersten Bombenabwurf in Elsey am Herzschlag verstarb, mit seinem Freund Paul Busch einer der wichtigsten Musiker der 30er Jahre war. Das Orchester wurde in ganz Deutschland eingeladen. Vor allem die kooperierende Volkstanz- bzw. Trachtengruppe der „Limmerrgschen Triësels“, die Zündorf ins Leben gerufen hatte, war begehrt.

Mit der Gustloff nach Madeira

Weil sowohl die Kapelle als auch die Trachtengruppe ins System der NS einverleibt waren, fuhren die Triësels auch auf dem Schiff Wilhelm Gustloff nach Madeira und Italien. Das war 1938.

Neben den Höhepunkten des künstlerischen Lebens von Zündorf schildert der lesenswerte Aufsatz aber auch das entbehrungsreiche und von Krankheit gezeichnete Leben des Volksschullehrers.

Das „Dritte Reich“ spielt auch eine Rolle bei der Werkstoffanalyse von Münzen aus der Hitlerzeit vom Oestricher Burgberg, aber auch bei den ersten und letzten Briefmarken des „Deutschen Reiches“.

Widbert Felka als Heimatvereinsvorsitzender beginnt mit dem Monat Februar eine lockere Folge von Geschichtsdarstellungen der alten Wirtshäuser in Hohenlimburg. Die schöne erste Folge stellt die Lieblingskneipe der jungen Leute „Busch op de Penne“ dar. Ein Foto mit dem Wirte-Ehepaar Fieck zeigt noch die legendären Straßenbahnhaltegriffe an der Theke.