Liebeslied als gutes Omen für eine glückliche Ehe

Kriemhild (links) und Albert (3. v. links) Niederköppern feierten am 29. Mai 2015 die diamantene Hochzeit.
Kriemhild (links) und Albert (3. v. links) Niederköppern feierten am 29. Mai 2015 die diamantene Hochzeit.
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg..  Ein Liebeslied als gutes Omen für den Lebensweg: Caterina Valentes „Ganz Paris träumt von der Liebe” belegte am 29. Mai 1955 Platz eins der deutschen Hitparade; eben jenem Tag, an dem Kriemhild (geb. Paweletz) und Albert Niederköppern vor den Traualtar traten. Aufgrund dieses musikalischen Vorzeichens erscheint es kaum verwunderlich, dass die Ehe tatsächlich ein Bund fürs Leben wurde und die Niederköpperns gestern die diamantene Hochzeit feiern konnten.

Ursprünglich aus Schlesien stammend, verschlug es Kriemhild Paweletz nach dem Zweiten Weltkrieg an die Lenne, wo sie 1949 ihren Albert bei einem Zeltlager der Naturfreunde Hohenlimburg an der Möhne näher kennenlernte. Die Naturfreunde trafen sich damals regelmäßig im späteren Jugendzentrum an der Jahnstraße und hatten sich Freizeitbeschäftigungen wie Wandern oder Volkstanz verschrieben.

Sechs Jahre später heirateten die gelernte Schneiderin und der Elektriker, der lange Jahre bei Krupp in der Nahmer arbeitete und sich dort auch im Betriebsrat engagierte. Der Ehe entstammen ein Sohn und eine Tochter, die es sich gestern natürlich ebenso wenig wie die vier Enkel nehmen ließen, Eltern und Großeltern zur diamantenen Hochzeit zu gratulieren.

Ein gemeinsames Hobby einte das Ehepaar Niederköppern über Jahrzehnte: der Garten in Letmathe, den sie mit viel Leidenschaft hegten und pflegten. Wie in jeder Ehe habe es aber auch mal Meinungsverschiedenheiten gegeben, erzählte Albert Niederköppern gestern, doch seine Frau und er könnten nichtsdestotrotz auf glückliche Jahre zurückblicken: „Es kommt immer mal irgendetwas vor. Aber am nächsten Morgen muss man sich nach dem Aufwachen in die Augen schauen und drüber lachen.“