Letzte Sitzung der Eckeseyer SPD

Eckesey..  Zum letzten Mal in seiner etwa hundertjährigen Geschichte traf sich der Eckeseyer Ortsverein der SPD. Nach der Sommerpause soll gemeinsam mit den Vorhaller Genossen ein neuer Ortsverein gegründet werden – nachdem sich zuvor beide Gruppierungen formal auflösen werden.

„Wir kennen leider nicht die genaue Historie, aber wir haben Informationen darüber, dass unser Ortsverein zu den Ältesten in Hagen gehört“, so Sven Söhnchen, Ortsvereinsvorsitzender in dem Arbeiterstadtteil. Belege seien in den unzähligen Ordnern nicht mehr aufzutreiben. „Als ich vor über 25 Jahren in die Partei eingetreten bin, gab es zur SPD in Eckesey überhaupt keine wahrnehmbare Alternative“, erinnert sich Söhnchen.

Mit Anfang 20 und als damals jüngstes Hagener Ratsmitglied übernahm Söhnchen den SPD-Ortsvereinsvorsitz von Helmut Peters. „Wenn man die Zeit Revue passieren lässt, so ist es schon erstaunlich, dass man bisher selber ein Viertel der Historie begleiten durfte. Und langjährige Genossen wie Brigitte Eggert, Wolfgang Warnck, Gustav Elsen, Renate Mielke oder das Ehepaar Otting blicken auf noch viel mehr Jahre Eckeseyer Sozialdemokratie zurück.

Nach der Sommerpause 2015 geht es im Hagener Norden als SPD-Ortsverein Vorhalle-Eckesey (oder Eckesey-Vorhalle) weiter. Söhnchen: „Auch zukünftig werden sich die Genossinnen und Genossen regelmäßig in ihrem Domizil am Lukaspark treffen.“

Willy Brandt in Eckesey?

Eine Anekdote über die Eckeseyer Sozialdemokratie würde Sven Söhnchen gerne noch klären: die Gerüchteküche erzählt immer von einem Auftritt Willy Brandts auf dem Wielandplatz in Eckesey. Bereits befragte Stadthistoriker können hierzu keine Auskunft geben – aber vielleicht Leser.