„Lenneradweg in Oege endlich ausbauen“

An der Stadtgrenze zu Letmathe endet der Lenneradweg. Erst in Klein-Venedig wird er fortgesetzt.
An der Stadtgrenze zu Letmathe endet der Lenneradweg. Erst in Klein-Venedig wird er fortgesetzt.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Von der Quelle am Kahlen Asten bis zur Mündung in die Ruhr bei Hagen. Der fast 140 Kilometer lange Lenneradweg ist seit den 90er Jahren ein Attraktion. Insbesondere seit er vor rund einem Jahrzehnt im Sauerland mit viel Geld optimiert worden ist. Doch an der Stadtgrenze von Letmathe zu Hohenlimburg, konkret an der Kläranlage in Oege, ist es mit der Herrlichkeit des unbeschwerten Radfahrens vorbei. Dann setzt für Hobbyradfahrer die Tour der Leiden ein.

Der Radfahrspaß beginnt erst wieder rund drei Kilometer entfernt an der Fußgängerbrücke bei „Grote“ mit dem einmaligen Häuserensemble der Lenneuferstraße, von Fachleuten mit einer nicht zu überhörenden Faszination auch „Klein-Venedig“ genannt.

Lenne-Terrassen und Café

Von dort können die Radfahrer wieder unbeschwert über die Isenbergstraße zur Fußgängerzone fahren und finden dann durch den Lennepark wieder den Anschluss an das in diesem Bereich gut ausgebaute Hagener Radwegenetz bis zum Ruhrtalradweg.

Wie aber ist das Nadelöhr zwischen Letmathe und Klein-Venedig zu optimieren? Rainer Großberndt, 2. Vorsitzender der Letmather Werbegemeinschaft, freut sich aktuell über den von der Regionalen Südwestfalen so fulminant unterstützten Ausbau des Radweges bis Letmathe, verbunden mit einer attraktiven Terrasse und einem Café an der Lenne, das den Tourismus fördern und die Radfahrer anlocken wird. Wenn diese „nur“ aus Richtung Hohenlimburg über eine attraktive Route radeln könnten! Doch das ist nicht der Fall.

Dieses ist auch dem Oeger Eberhard Schwestka bewusst. Der leidenschaftliche Tennisspieler und Hobby-Radfahrer hat sich deshalb aufgeschwungen, für eine Initialzündung zu sorgen und die Gespräche zwischen der Werbegemeinschaft Letmathe, der Hohenlimburger Politik und der Stadtverwaltung einzustielen und somit zu forcieren. Die Ideallösung für ihn wäre eine Verlängerung des Wanderweges auf Letmather Stadtgebiet südlich der Lenne; doch nach 1,5 Kilometern auf Hohenlimburger Terrain endet dieser nicht nur mitten im Wald, sondern vor einem fast unüberbrückbaren Felsmassiv, so dass ein Ausbau und somit eine Durchfahrt bis zur Gasstraße in Oege unmöglich erscheint. Nur mit einem gewaltigen Kostenvolumen von einer nicht abzuschätzenden Dimension könnte dieser geschaffen werden.

Somit bleibt die Oeger Straße als die einzige realisierbare Variante. Bis zum Abzweig an der Oststraße kann von Letmathe aus der Bürgersteig genutzt werden, weil dieser mehr als zwei Meter misst und breit genug ist. Doch dann ist es schwierig. Weder die Oeger Straße zwischen dem Warmwalz- und dem Federnwerk noch die Oststraße mit ihrem kurzen Anstieg ist eine Ideallösung, um die Radtouristen bis nach Klein-Venedig zu führen.

Hier gilt es die Hebel anzusetzen. Das wurde im gestrigen Meinungsaustausch mit dem Hagener Stadtplaner Jörg Winkler, Petra Leng (Radwegeexpertin der Stadt Hagen), Rainer Großberndt und Eberhard Schwestka deutlich. Großberndt kritisiert, dass nach seinem Eindruck Hagen nicht so richtig interessiert sei, den Weg nach Letmathe zu optimieren. Diese Befürchtung entkräfteten Jörg Winkler und Petra Leng. Auch sie wollen jetzt gezielt nach Lösungen suchen, um das Nadelöhr zu erweitern.