Leitungsstelle im Jobcenter noch unbesetzt

Hagen..  Nach dem Aus für Jobcenter-Geschäftsführerin Eva-Maria Kaus-Köster läuft die Bewerbungsfrist für ihre Nachfolge noch bis 7. April. Mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Erik O. Schulz hatte die Behördenleiterin aus Sicht der Verwaltungsspitze beamtenrechtliche Grenzen überschritten (wir berichteten) und war deshalb von der Trägerversammlung des Jobcenters abberufen worden.

Nach der negativen Resonanz aus Politik und Öffentlichkeit wegen der Intransparenz des Nachbesetzungsverfahrens, das bereits im vergangenen Jahr in Gang gesetzt wurde, wurde die Stelle der Jobcenter-Geschäftsführung verwaltungsintern ausgeschrieben. Das Jobcenter ist eine gemeinsame Einrichtung von Stadt und Agentur für Arbeit und zuständig für die Hartz-IV-Bezieher. In der Trägerversammlung (besteht je zur Hälfte aus Vertreter von Stadt und Agentur für Arbeit) wurde nun entschieden, dass die Stadt weiterhin das Vorschlagsrecht für die Stelle der Jobcenter-Geschäftsführung haben soll. Bis Ende der vergangenen Woche hatte sich noch niemand auf die Stelle beworben

Sicherheitsbedingungen kritisiert

In dem kritisierten Schreiben an Schulz hatte Kaus-Köster die aus ihrer Sicht mangelhaften Sicherheitsbedingungen am Jobcenter am Bahnhofsvorplatz kritisiert und den OB deutlich darum gebeten, die nötigen Schritte für die Umbaumaßnahmen in die Wege zu leiten, damit nicht ein ähnlicher Vorfall wie in Rothenburg geschehe, wo ein Jobcenter-Mitarbeiter mit einem Messer attackiert worden war. Laut Verwaltungsspitze habe Kaus-Köster dadurch den Eindruck erweckt, dass der Anschlag in einem Jobcenter in Rothenburg und eine solche Gefährdungslage in direktem Zusammenhang zur baulichen Situation und der fehlenden Baugenehmigung stehe. Die Verantwortung für einen möglichen vergleichbaren Vorfall in Hagen läge damit bei der Stadt.