Lehrschwimmbecken in Eckesey soll bleiben

Eckesey..  Ist die Schließung des Lehrschwimmbeckens in der Gebrüder-Grimm-Schule in Eckesey noch einmal abgewendet worden? Nachdem der Schulausschuss den Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich abgelehnt hatte (nur CDU und FDP stimmten zu), wurde das Thema gestern auch nicht mehr in der Bezirksvertretung Nord behandelt. Und auch im Stadtrat, der letztlich die Entscheidungsgewalt hat, wird das Thema heute Nachmittag nicht mehr auf der Tagesordnung stehen. Jetzt soll eine neue Vorlage im Rathaus erstellt werden.

Zur Diskussion steht das Lehrschwimmbecken schon länger – bislang gab e s aber nie eine politische Mehrheit für eine Schließung. Nun hat die Stadtverwaltung aber einen neuen Vorstoß unternommen, denn es stehen nach Auskunft der Experten von der Gebäudewirtschaft Hagen erhebliche Renovierungsarbeiten an: In der Duschanlage seien zum wiederholten Male Legionellen festgestellt worden. Die Sanierung der Anlage wird mit mehr als 20 000 Euro taxiert, für weitere Arbeiten würden 7500 Euro fällig. Damit kämen nach Berechnungen der Stadt in diesem Jahr zu den ohnehin anfallenden laufenden Kosten von jährlich 32 500 Euro noch einmal einmalig 27 500 Euro hinzu. Die seien aber im Haushalt nicht vorgesehen. Würde man die Arbeiten trotzdem durchführen, dann müssten an anderer Stelle in Schulen Renovierungsarbeiten verschoben werden.

Würde das Lehrschwimmbecken geschlossen, so rechnet die Verwaltung vor, dann würden zwar durch den anfallenden Schülertransport per Bus ins Westfalenbad und den dortigen Eintritt Kosten von jährlich 29 000 Euro entstehen. Doch der Betrag liege unterhalb der laufenden Kosten – und die Renovierungskosten entfielen.

Doch von dieser Rechnung lässt sich eine politische Mehrheit bislang nicht überzeugen. Viel wichtiger sei, dass gerade in Eckesey Schüler die Möglichkeit erhielten, vor Ort das Schwimmen zu erlernen.