Leben der Opern-Diven im Alten Stadtbad

Haspe..  Sie reisten mit Luxuszügen und erhielten höchste Honorare. Sie galten als unberechenbar, das Publikum trug sie auf Händen und berühmte Köche benannten Speisen nach ihnen: Opern-Diven boten nicht nur wunderbaren Musikgenuss, sondern auch Glanz und Glamour. „Opern-Diven des 19. Jahrhundertes und deren Leben“ heißt der Titel des Musiknachmittags, zu dem das Alte Stadtbad Hagen-Haspe, Berliner Straße 115, am Sonntag, 31. Mai, um 16 Uhr einlädt. Daniela Nedialkova und Siegfried Gras präsentieren einen musikalisch-biografischen Streifzug.

Extravaganter Lebensstil

„Die großen Diven des 19. und 20. Jahrhunderts hatten nicht nur außergewöhnliche Stimmen“, weiß Siegfried Gras, „sie hatten auch die Bereitschaft, in der Musik alles zu riskieren und alles zu geben. Hinzu kommt der extravagante Lebensstil, Stoff für unzählige Anekdoten.“ In seiner bekannt unterhaltsamen Art berichtet Siegfried Gras interessante Details aus dem Leben der großen Sängerinnen María Malibran, die von 1808 bis 1836 lebte. In der italienischen Stadt Lucca etwa sollen Zuhörer so entzückt gewesen sein, dass sie ihr zu Ehren ihre Pferde abspannten und ihre Kutsche eigenhändig zum Hotel zogen.

Nedialkova singt große Arien

Eine echte Diva war auch Adelina Patti (1843-1919). Schon mit sieben Jahren soll sie schwierige Arien fehlerfrei aus dem Gedächtnis gesungen haben. Sie reiste in einem speziell gefertigten Privatzug, mit 50 Koffern und einer Menagerie von Haustieren. Die Stadtbad-Gäste begegnen den Diven in den Erzählungen von einer besonderen Seite. Sopranistin Daniela Nedialkova wird dazu die großen Arien von Verdi, Bellini und Puccini singen.