Leader-Mittel fließen an Breckerfeld vorbei

Breckerfeld..  Bei der Vergabe der Mittel aus dem Förderprogramm „Leader“ geht Breckerfeld leer aus. Gemeinsam mit Ennepetal, Gevelsberg, Sprockhövel und Wetter hatte sich die Hansestadt als Region um die Gelder des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. 28 Regionen gratulierte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt, 15 potenzielle Förderkandidaten gingen leer aus. Maximalbeträge von bis zu 3,1 Millionen Euro gehen unter anderem in die Eifel, ins Hochsauerland oder an den Sorpesee. Gefördert werden auch elf Regionen, die bereits in der ersten Leader-Runde mit Geldern bedacht wurden.

Kramer bedauert Absage

Der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer bedauerte die Absage, verwies aber zugleich darauf, dass eine unabhängige, nicht politisch geprägte Jury über die Vergabe der Mittel entschieden habe.

Auch Klaus Baumann war wenig erfreut: „Ich finde die Absage sehr bedauerlich“, erklärte Breckerfelds Bürgermeister, der durch unsere Zeitung davon erfuhr, dass die heimische Förderregion nicht berücksichtigt wurde. „Wir haben sehr viel Energie in unsere Bewerbung gesteckt. Den Zusammenhalt der beteiligten Kommunen habe ich als sehr positiv empfunden.“

Von Erfolg ist das überkommunale Engagement, das sich unter anderem auf einer Regional-Konferenz in der Aula der St.-Jacobus-Schule Ende Januar zeigte, trotzdem nicht gekrönt. Dabei waren bei der Konferenz viele Ideen geboren worden, von denen auch Breckerfeld profitiert hätte. So sollten Türme auf den Höhen zwischen Wetter und Breckerfeld entstehen, es sollten Rad- und Wanderwege entlang der Ennepe angelegt werden, und es sollten Mountainbikestrecke ausgewiesen werden, die die Städte miteinander verbinden. Auch die Glörtalsperre hätte von Leader-Mitteln profitieren sollen.

Für eine erfolgreiche Bewerbung hatten die beteiligten Kommunen eigens das Planungsbüro „MSP Impulsprojekt“ beauftragt. Es sollte die Projekte der fünf beteiligten Städte koordinieren und daraus ein gemeinsames Konzept erstellen. Ein Lenkungskreis aus Politikern und Mitgliedern der Verwaltung hatte die Bewerbung begleitet.