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Landwirtschaftliche Nutzfläche wird in Buchenwald verwandelt

19.04.2007 | 12:19 Uhr

Breckerfeld. (OE) Am Rande des Krägeloher Forstes wird in diesen Tagen eine mehrere Hektar große Fläche in der Hauptsache mit Buchen bepflanzt.

Bereits im Herbst 2006 wurde die seit ca. 30 Jahren als Grünland von den heimischen Landwirten genutzte Fläche gepflügt, um das Pflanzen zu erleichtern. Durchgeführt werden die Arbeiten von Forstfachkräften des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) aus dessen Abteilung "Ruhr Grün". Die Flächen des Krägeloher Forstes gingen am 1. Januar 2007 in den Besitz des RVR über, Vorbesitzer war der Ennepe-Ruhr-Kreis.

Als die Fläche noch dem EN-Kreis gehörte, fiel im Schwelmer Kreishaus die Entscheidung, die seit Jahrhunderten landwirtschaftliche genutzte Fläche zu bepflanzen. Diese Anpflanzung sollte als Ausgleichsmaßnahme für die Ansiedlung eines Betriebes dienen, der in Sprockhövel in der Nähe des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord vor ca. zwei Jahren angesiedelt wurde.

Auf der Grundlage der Eingriffsregelungen nach dem NRW-Landschaftsgesetz legte die Untere Landschaftsbehörde des EN-Kreises die Art des Ausgleichs fest. Da in diesem speziellen Fall auch ein kleines Waldstück überbaut wurde, musste das Forstamt Gevelsberg in das Verfahren einbezogen werden. Dietrich Kolbe von der Unteren Landschaftsbehörde: "Die baulich genutzten Flächen werden auf Grund ihrer ökologischen Bedeutung vor der Bebauung bewertet." Die zugrunde gelegten Beurteilungskriterien seien vorgegeben. Kolbe: "Ein früherer Wald hat dabei z. B. einen höheren Wert als ein überbauter alter Feldweg." Da in unmittelbarer Nähe von Sprockhövel keine geeigneten Ausgleichsflächen gefunden wurden, habe der Kreis damals seine Grünfläche in Breckerfeld zur Verfügung gestellt.

Der neue Buchenwald erhält einen Waldrand aus heimischen Gehölzen wie Wildkirsche, Hagebutte, Haselnuss und Schlehe. Das Forstamt bestimmte die Buche als Hauptart des neuen Waldes.

Peter Krause, Ortslandwirt im Ortsteil Waldbauer: "Es ist bedauerlich, dass wieder eine für unseren Raum große Einzelfläche der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen wird." Dies und die Ausnutzung der besten Flächen in Waldbauer für Zwecke der Erzeugung von Energiepflanzem erschwere den herkömmlichen Betrieben der Nahrungserzeugung ihre wirtschaftliche Grundlage.

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