„Lärmbelästigung an Haupteisenbahnstrecken senken“

Oege..  Der Oeger Stefan Welzel ist ratlos. Denn erst am Samstagabend hat er erfahren, dass das Eisenbahnbundesamt alle Bürger aufgerufen hat, sich aktuell an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen. Deshalb hat er recherchiert und erkannt, dass in Gesamt-Hagen bislang nicht ein Bürger (!) mitgemacht hat.

„Warum nur?“, so Welzel. „Offenkundig ist diese Aktion an Volme und Lenne niemandem bekannt.“ In anderen Städten und Gemeinden sieht das, so zeigt das Internet, ganz anders aus.

Aus diesem Grund hat sich der Oeger, der nur unweit der stark befahrenen Bahnstrecke Hagen - Siegen wohnt, schnell registriert und seine Meinung zum Schienenlärm kundgetan.

Die Zeit drängt

Deshalb möchte er viele Hagener und Hohenlimburger, die sich ebenfalls durch den Schienenlärm in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen, motivieren, sich zu registrieren und dann den Mitarbeitern des Eisenbahnbundesamtes ihre Empfindungen mitzuteilen.

Denn die Zeit drängt. Stefan Welzel: „Die Frist läuft in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch ab.“

Das Eisenbahnbundesamt schreibt dazu auf seiner Internetseite: „Die Beförderung von Personen und Gütern per Bahn ist eine ökologische Alternative zum Straßen- oder Luftweg. Gleichzeitig stellt durch Schienenverkehr verursachter Verkehrslärm für viele Menschen eine große Belastung dar. Mit Hilfe Ihrer Beteiligung möchten wir die Lärmsituation an Haupteisenbahnstrecken noch transparenter darstellen und so darauf hinwirken, die Lärmbelastung weiter zu senken.“ Und weiter schreiben die Mitarbeiter: „Im Beteiligungsprozess der Lärmaktionsplanung bekommen Sie die Möglichkeit, sich zu Ihrer persönlichen Lärmsituation zu äußern. Wenn Sie sich angemeldet haben, können Sie einzelne Orte angeben, an denen Sie sich durch Schienenlärm an Haupteisenbahnstrecken belästigt und gestört fühlen.“

Eine solche Chance sollten sich, so Welzel, die Anwohner von Bahnstrecken nicht entgehen lassen.