Kunstuntypische Orte sind ihr Ding

Eilpe..  Vier Künstler aus Wuppertal stellen ab Sonntag, 26. April, in Eilpe aus. Dann wird in der Hagenring-Galerie die Ausstellung „Was übrig bleibt – die Kunst“ um 11 Uhr eröffnet. Es werden Arbeiten von Peter Klassen, Georg Janthur, ­Bodo Berheide und Christian Ischebeck gezeigt.

Seit fast 40 Jahren – seit 1976 – präsentiert das Atelier- und Galerie-Kollektiv aus Wuppertal Ausstellungen, häufig in kunstfernen Räumen. Diesmal allerdings in der etablierten Eilper Galerie.

Kunst an ungewöhnlichen Orten

Als „Kollektiv für intermediale Zusammenarbeit“ organisiert die Gruppe in loser Reihe Veranstaltungen, Symposien, Konzerte und Ausstellungen an verschiedenen, zumeist ungewöhnlichen und nicht immer kunsttypischen Orten. Sie nutzt dabei die Möglichkeit, Menschen mit Kunst und Künstlern zu konfrontieren.

Hat die Kunst wirklich nur einen Wert, eine Berechtigung, wenn sie gehandelt wird, wenn man sie kaufen kann? Und ist Kunst wirklich nur ein Luxus für die, die ohnehin schon alles haben?

Und was sagt die Gruppe über sich selbst? „Es ist schon schwer genug, die eigene künstlerische Form zu finden, zu entwickeln, für das, was uns umtreibt und antreibt. Was uns ohnehin unsagbar scheint, ist immer noch schwer auszusprechen.“ Und weiter: „Manchmal rückt die Philosophie etwas näher, geht eine Allianz ein mit der Kunst. Das bringt hier und da Licht ins Dunkel. Die Zukunft braucht Sinn, braucht Fantasie und die Kunst braucht Freiraum. Und sei es in einer Galerie.“

Karl-Josef Steden, Vorsitzender des Hagenrings, freut sich auf den Besuch des kreativen Kreises. ­Steden: „Die Gruppe setzt sich für die Beendigung ästhetischer und akademischer Langeweile in der Kunst ein.“ Einführende Worte zur Ausstellung spricht Andreas Steffens aus Wuppertal.