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Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren

13.08.2010 | 11:29 Uhr
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren

Hagen.Neue dunkle Wolken über dem Kunstquartier: Das Trinkwasser im Gesamtkomplex Emil-Schumacher-/Karl-Ernst-Osthaus-Museum und im Verwaltungsgebäude ist mit Keimen belastet - überall wurden Warnschilder „Kein Trinkwasser!“ angebracht.

„Bei einer routinemäßigen Überprüfung des Trink­wassers Anfang vergangener Woche ist eine Verkeimung im Trinkwasser festgestellt worden“, bestätigt Stadtsprecher Thomas Bleicher auf Anfrage unserer Zeitung. Sofort seien Schilder angebracht worden, um die Museumsbesucher zu informieren.

Rückblick: Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die Klimaanlage im erst vor einem Jahr eingeweihten Kunstquartier mit Schimmel befallen ist. Eine Schimmelstelle wurde damals lokalisiert und behoben. Anfang August überprüften jetzt Mitarbeiter des Gesundheitsamtes routinemäßig die Wasserqualität im Kunstquartier - und stießen auf Keime. „Es handelt sich hierbei nicht um die Bakterienart Legionellen“, versichert Thomas Bleicher. Und es sei bislang auch keine Erkrankung eines Mitarbeiters oder eines Museumsbesuchers bekannt.

Leitungen werden mit Frischwasser durchgespült

Alexander Klar, wissenschaftlicher Leiter des Emil-Schumacher-Museums, wurde über die Verkeimung Anfang vergangener Woche per E-Mail durch die Museumsverwaltung informiert. Klar: „Und der Hausmeister brachte überall Info-Zettel an.“

Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) spülen nun seit vergangenem Montag die Leitungen mit Frisch­wasser. Jetzt wird auf das Ergebnis eines Gutachtens, das Aufschluss über die ­Wasserqualität geben soll, gewartet. „Natürlich bleiben die Warnschilder so lange hängen, bis das Wasser keimfrei ist“, versichert Stadtsprecher Bleicher.

Die GWH gehe davon aus, dass sich die Keime durch einen zu langen Wasser-Stillstand in dem ausgedehnten Rohrleitungssystem mit zahlreichen kleinen Verzweigungen gebildet hätten. Nun werde seitens der GWH überprüft, ob die Wege auf relativ einfache Art verkürzt oder „Nebenarme“ ganz vom Netz abgeklemmt werden könnten. „Wenn es um eine fehlerhafte Verlegung seitens der ausführenden Firma geht, werden wir das Unternehmen natürlich regresspflichtig machen“, so Bleicher.

Restaurant hat eine eigenständige Wasserversorgung

Auch Thomas Bielefeld, Betreiber des Restaurants „Novy’s“ im Schatten des Kunstquartiers, erfuhr Anfang letzter Woche, dass „mit den Wasserleitungen im Museumskomplex und in den Verwaltungsräumen über dem ,Novy’s’ etwas nicht in Ordnung ist“. „Aber das Restaurant hat eine eigenständige Wasserversorgung - es hängt nicht am Leitungssystem des Kunstquartiers“, betont der Gastronom. Und weiter: „Die Lebensmittelüberwachung hat mir per Anruf auch noch mal bestätigt, dass unser ­Wasser im Restaurant absolut keimfrei ist.“

Im Schnitt suchen 4000 Besucher pro Monat das Kunstquartier auf; zur Eröffnung der Pavel-Feinstein-Ausstellung im Osthaus-Museum kamen am vergangenen Sonntag Hunderte von Gästen.

Yvonne Hinz

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Kommentare
18.08.2010
12:51
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von neutraler zaungast | #11

@9: Selbst wenn diese Zahlen stimmen, kann man auch ohne Bleistift ausrechnen, wie hoch die Defizite sind, die dieses Museum verursacht. Als ob es in Hagen sonst keine Probleme gibt.

16.08.2010
08:55
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von lalelu | #10

Da kommt der Schimmel der sich schon so lange durch Hagen frisst zum Vorschein.

13.08.2010
21:20
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von KulturfreundinHagen | #9

Das ich nicht lache! 4000 Besucher im Monat, letzte Ausstellungseröffnung hunderte Gäste.
Die Zahlen stimmen doch hinten und vorne nicht, dem Kunstquartiert steht auch da das Wasser bis zum Hals, da die Besucher immer weniger werden, anders als versprochen. Was ist Ausstellungseröffnungen betrifft, da sollten die Journalisten mal im Freilichtmuseum und im Historischen Zentrum vorbeischauen. Da gibt es regelmäßig bei Eröffnung, Vorträgen usw. hunderte Gäste. Warum wird das Kunstquartier denn immer so hervorgehoben? Weil es gute Werbung braucht?

13.08.2010
18:36
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von NochIstEsFrust | #8

@1:

Lesen sollte man als dipling doch selbst in aachen können, oder? Vielleicht liegts ja auch mir, aber ich lese da oben: „Es handelt sich hierbei nicht um die Bakterienart Legionellen“

Im Trinkwasser Bayerns werden regelmäßig Legionellen nachgewiesen. Das wird in ganz Deutschland nicht anders sein.
Dann zählt Hagens Kunstquartier wohl nicht zu Deutschland ? lol

Und Die Regeln zur Elimination von Legionellen in Gebäudewassernetzen sind falsch bzw. unzureichend ??? Dann wären es wohl eher 30 Mio. Infektionen im Jahr, bei der Aggressivität mit der diese Infektion häufig verläuft

- Botschaft!

13.08.2010
17:29
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von grosserElektromarkt | #7

Kickoff mit Leitungswasser bitte

13.08.2010
15:35
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von dorfpolizist | #6

Schließen und ´nen großen KIK reinmachen, die paar Bilder könnte man ja an Gemeindehäuser oder Schulen verschenken.

13.08.2010
14:32
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von Krenkes Museum | #5

Da gehen eh nur Kranke hin.

13.08.2010
13:31
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von Egal | #4

Und es sei bislang auch keine Erkrankung eines Mitarbeiters oder eines Museumsbesuchers bekannt.

Das ich nicht lache!!!!

13.08.2010
12:03
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von winni | #3

da hat sich hagen doch mal wieder richtig schön was an den hals gehängt. und 4000 besucher im monat? da erzähl mir doch mal jemand das das reicht um kostendeckend zu arbeiten bzw. keine schulden zu machen

13.08.2010
11:44
Kunstquartier: Keime in den Wasserrohren
von andre b. | #2

Tja keine Besucher, also steht das Wasser ständig.

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