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Theater Hagen

Kunst oder nicht?

17.09.2008 | 16:57 Uhr
Kunst oder nicht?

Hagen. Ein Bild ist an allem schuld. Ein weißes Bild mit weißen Streifen.

Der eine liebt es, dem anderen ist es egal, der dritte empört sich darüber. So sehr, dass die langjährige Freundschaft dreier Männer gefährdet ist. Dies ist der Plot in „Kunst”, dem Erfolgsstück der französischen Dramaturgin Yasmina Reza. Das Theater Hagen zeigt es ab Samstag, 20. September, 19.30 Uhr.

Yasmina Reza gehört zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Dramatikerinnen. In den letzten zehn Jahren waren ihre Arbeiten nicht von den Theaterbühnen der Welt wegzudenken. Mit der Komödie „Kunst” gelang ihr Mitte der 90er-Jahre der Durchbruch, und jetzt, mehr als zehn Jahre danach, zeigt das Theater Hagen das Erfolgsstück als eigene Schauspielproduktion. Bislang war „Kunst” lediglich einmal als Gastspiel zu sehen.

Jetzt steht das vielgespielte Werk auf dem Spielplan, da es ursprünglich begleitend zur Eröffnung des Museumskomplexes gezeigt werden sollte, wie Maria Hilchenbach erklärt. Die Ehefrau des Theaterintendanten Norbert Hilchenbach liefert für die Hagener Inszenierung die dramaturgische Vorlage. „Trotz des verschobenen Termins wollten wir auf das Stück nicht verzichten.”

Denn es ist ein „gutes, psychologisch überzeugendes Bühnenwerk”, findet Axel Siefer, der als Gast Regie führt und auf der Bühne als Marc eine der drei Hauptrollen gibt. Mit den beiden anderen Darstellern Heinrich Cuipers (Yvan) und Reinhard Hinzpeter (Serge) inszenierte und spielte Siefer „Kunst” bereits auf der kleinen Bühne des Freien Schauspiel-Ensembles Frankfurt.  Für Siefer als Regisseur, vor allem aber als Schauspieler, ist es eine Herausforderung, die Geschichte jetzt in Hagen vor einem größeren Publikum umzusetzen, als er es aus Frankfurt gewohnt ist. „Das Stück erfordert ein sehr realistisches Spielen, man muss auf einer größeren Bühne den eigenen Ausdruck erweitern, ohne Theater zu machen.”

Nüchtern hat Ausstatter Jan Bammes auch das Bühnenbild geschaffen. Es ist als schlichter Einheitsraum konzipiert, in dem dennoch die in der Vorlage vorgegebenen unterschiedlichen drei Spielort erkennbar sind. In diesem schlichten Raum bleibt eines omnipräsent: das weiße Bild mit den weißen Streifen, der Grund des Streites.

Die Premiere beginnt am Samstag, 20. September, um 19.30 Uhr, im Theater Hagen. Restkarten sind erhältlich unter  02331 / 207 32 18.

Anke Hoffmann

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