Kulturerbe

Der Italiener, besser der Neapolitaner hat eine Idee. Weil er glaubt, er und nicht Dr. Oetker habe die Pizza erfunden. Deshalb soll die mit Tomatensauce, Käse und buntem Allerlei belegte Teigscheibe jetzt Unesco-Weltkulturerbe werden.


Was uns zum nächsten Teigprodukt führt. Da reist dieser Tage der Hagener Bäckermeister Heribert Kamm in die Landesvertretung Schleswig-Holstein nach Berlin. Als Präsidiumsmitglied des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks nimmt er eine Urkunde in Empfang. Auf der ist vermerkt, dass das Brot Weltkulturerbe ist.


Da fällt einem gebürtigen Hasper jener wohlmundende Saft ein, den er mit der Muttermilch zum ersten Male einverleibt bekommt. Jenes Getränk, dessen Qualität dieser Tage mit dem „Craft Spirits Award“ ausgezeichnet wurde. Nach einer Blindverkostung durch eine (hoffentlich nüchterne) Fachjury setzte sich das Edel-Gesöff aus dem Westen gegen 28 Konkurrenten durch.


Womit wir bei der Weltkulturerbe-Diskussion wären: Wenn es ein Grundnahrungsmittel verdient hätte – dann wohl ein Doppelwacholder namens Eversbusch. Prost!