Kuddelmuddel

Er wurde im vergangenen Jahr ­vollmundig angepriesen – der ­Genießer-Kompass für Hagen und Umgebung. Vom 1. Februar bis ­­
30. März 2014 lockten 15 Gastronomen aus der Region mit Spezialgerichten. Heißt: Mit einem exklusiven Vier-Gang-Menü, das die eigene Note des Hauses unterstreichen und zum (relativ) überschaubaren Preis angeboten werden sollte. Soweit die Theorie . . .


Der Hintergrund war klar und durchaus legitim: Im Februar und März ist in der Gastronomie tote Hose. „Das große Fressen“ um Weihnachten und Silvester ist vorbei, Schmalhans Küchenmeister. Also stielte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband die gut gemeinte Lock-den-Kunden-Aktion ein. Problem: Es fehlte an Stringenz. Der eine Wirt bot Getränke „all inclusive“ zum Essen an, andere kredenzten nur ein Glas Prosecco oder Wein, wieder andere verzichteten gänzlich auf Getränke als Dreingabe. Unterm Strich ein ziemliches ­Kuddelmuddel. Manche Gastronomen waren einigermaßen zufrieden, andere verkauften kein einziges Spezial-Menü.


In diesem Jahr gibt’s keinen Genießer-Kompass. Da sind zur Belebung der mauen Zeit eigene kreative Ideen seitens der Wirte gefordert. Vielleicht Musik oder Theater zwischen den Tischen . . .