Konzerte und Lesungen auf Friedhof

Feierliche Einweihung der neuen Aussegnungshalle auf dem Heidefriedhof.
Feierliche Einweihung der neuen Aussegnungshalle auf dem Heidefriedhof.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Rund 300 000 Euro hat der Bau der neuen Aussegnungshalle auf dem Heidefriedhof gekostet. Bei der feierlichen Einweihung am Sonntagnachmittag erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe vom Förderverein „Heidefriedhof“ an die katholische Sankt- Bonifatius-Gemeinde.

Burkhard Blesel fasste nach einem persönlichen Schicksalsschlag, wie er in seiner Rede betonte, den Entschluss, dass der Heidefriedhof eine neue Kapelle benötige.

Der Geschäftsmann fand weitere Anhänger für diesen Gedanken und gründete 2008 den Förderverein „Heidefriedhof“. „Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht damit gerechnet, dass ich den Tag erleben werde, an dem diese Kapelle fertiggestellt wird“, gab er unumwunden zu.

Die erste Spende in Höhe von 50 Euro ging am 3. November 2008 ein. Es folgten etliche weitere kleine und große Geldspenden, so dass früher als gedacht mit ersten Planungen begonnen werden konnte. Die Baugenehmigung für das rund 160 Quadratmeter große Gebäude wurde am 27. August 2013 erteilt.

Zwei Drittel der Gesamtsumme wurden durch Spenden aufgebracht. Das letzte Drittel stellte die Volksbank Hohenlimburg zinsgünstig zur Verfügung. „In den kommenden zehn bis spätestens 12 Jahren soll dieser Bau abbezahlt sein“, hofft Blesel, der weiterhin an die Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder appellierte.

Lesungen und Konzerte anbieten

Dass die Aussegnungshalle nun fertiggestellt werden konnte, freute besonders die katholische Gemeinde Sankt Bonifatius. Pfarrer Dieter J. Aufenanger weihte in einer Andacht, begleitet vom katholischen Kirchenchor, das Gebäude und sieht für die Aussegnungshalle viele Möglichkeiten der Nutzung. „Wir haben einige Ideen. Zum Beispiel könnten hier auch Konzerte oder Lesungen stattfinden“, betont der Geistliche, der die Halle „im Zentrum eines lebendigen Friedhofes“ sieht.

„Wir wollen diese mit Leben füllen. Und ich möchte betonen, dass es unsere Halle ist und nicht die Halle einer einzigen Person“, so Aufenanger, der den zahlreichen Spendern und Gemeindemitgliedern seinen tiefsten Dank aussprach.

Auch Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss würdigte die Leistung der Gemeinde.

„Dieses Gebäude ist in Zeiten entstanden, in denen Kirchen abgerissen werden. Was dieser Förderverein geschaffen hat, geht weit über das hinaus, was eine Kommune von ihren Bürgern erwarten kann“, so Voss, der darüber hinaus betonte, dass die Aussegnungshalle ein Zuhause für alle Getauften sei.

Abschließend richtete Aufenanger die Aufmerksamkeit auf eine Urkunde, die bezeugt, dass die Aussegnungshalle in das Eigentum der Sankt-Bonifatius-Gemeinde übergeht. Gewidmet wird das Bauwerk dem Heiligen Josef, „Bräutigam der seligsten Jungfrau Maria und Patron der Sterbenden“.