Kommentar

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Klar, eine Umleitung muss sein. Und klar, sie kann wohl nur mitten durch Halden führen. Und trotzdem bleibt dem Hagener Bürger doch an dieser Stelle nur, sich mal kneifen zu lassen.

Denn während Straßen, die diese Bezeichnung an vielen Stellen in der Stadt gar nicht verdient haben, völlig verkratert zum Ritt auf der Rumpelpiste einladen, wird eine augenscheinlich intakte und durch ihre Pflasterung optisch ansprechende Straße zur Zerstörung freigegeben. Und, noch nicht paradox genug, wird sie zeitnah – unter Inkaufnahme einer längeren Baustelle im Ortskern – wieder hergerichtet. Mit Geld, das nicht der Stadt gehört. Es ist eben keine Frage des Sinns, sondern des Topfes.

Da nicht abzusehen ist, dass die neue Brücke über das Lennetal übermorgen fertig sein wird, wäre es übrigens gut, bei der zwischenzeitlichen Reparatur der Straße auf herkömmlichen Asphalt statt anfälligem Pflaster zu setzen. In der Hoffnung, dass die nächste Umleitungsphase dann besser überstehen wird. Mike Fiebig